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[Full Album Prelistening] Gossip – A Joyful Noise

Mai 09, 2012 Von: DJN Kategorie: * music music music *, longplayer

Diesen Freitag kommt das neue Gossip Album und was soll ich sagen, ich bin Fän. Ich glaube auch die Band gibt’s noch etwas länger, also erfolgreich.

Das ganze Album hier im Stream. Und “Get Lost” mein persönlicher Fav.

“A Joyful Noise” gibt’s ab Freitag dann u.a. auch hier zu kaufen: Gossip

Die Wahrheit muss manchmal catchy genug sein

Mai 08, 2012 Von: DJN Kategorie: * music music music *, ~stuff

Ich muss mich inständig entschuldigen. Bei meinen Freunden. Vergangenen Samstag bin ich, wieder mal, rückfällig geworden. Platten legen oder wie man mittlerweile eben dazu sagt. Heimlich. In meinem “Wohnzimmer-Club”, Ihr, meine Freunde, wisst welchen ich meine.

War eher so ‘ne spontane Geschichte. Ich hatte Zeit, der andere DJ war verhindert und ich konnte mal wieder meine extrem coole “DJ-Karte” ausspielen. Frauen lassen sich eben nicht von alleine beeindrucken. Dachte ich zumindest.

Außerdem hatte ich Bock. Und ich habe es vermisst. Einen auf Musikpuppenspieler zu machen ist eben meine Definition davon Kreativität unmittelbar ausdrücken zu können. Das Gegenteil von Schreiben quasi, denn da geht es im Wesentlichen darum zu etwas Nachhaltigerem anzuregen. Also irgendwie zumindest.

Wenn man das so sieht, fällt mir gerade auf, könnte man auch sagen, Schreiben ist so etwas wie meine große Liebe, und Auflegen so was wie meine heiße Bumse für Zwischendurch. In diesem Fall also Sex mit der Ex.

Und, was soll ich sagen? Ich war geradezu gigantisch. Mein erstes Set war unsicher, mein drittes betrunken, aber meine zweites war, ich finde keinen besseren Ausdruck dafür, schlicht und einfach legendär! Also wirklich. Absolut outstanding. State of the art sozusagen. Ich bin mir sicher, selbst Jazzy Jeff hätte mich zu diesem, ich möchte sagen, gar epischen Set beglückwünscht. Schließlich habe ich damit Maßstäbe gesetzt. Und ich ganz persönlich glaube zudem, dass noch nie irgendjemand irgendwo auf dieser Welt so etwas geiles gehört hat.

Ihr müsst Euch vorstellen, dass die Leute scharenweise total ausgeflippt sind. Ich bin mir sicher, ich alleine bin dafür verantwortlich, dass alle die da waren später mindestens wild Liebe gemacht haben. Etliche Geschlechtskrankheiten, ungewollte Kinder und vermutlich auch everlasting love, sind diesem grandiosen Set meinerseits entsprungen. Ja, man kann auch sagen, ich habe Auflegen neu definiert. Der Superlativ braucht einen neuen Superlativ.

Würde ich die ganze Welt auf einmal beschallen können, würden alle nur noch feiern und nie mehr schlafen, um auch ja nichts davon zu verpassen. Ehrlich, würde ich wieder anfangen aufzulegen, gäbe es jede Woche eine neue beste Party aller Zeiten.
Veranstalter würden sich um mich reißen. Ich würde astronomisch hohe DJ-Gagen kassieren. Und ich würde die ganze Welt bereisen. Eine Bewegung würde sich nach mir gründen. Ich würde noch berühmter werden als Kony. Auch 2013. Und ich müsste mir endlich wirklich ein Pussyphone zulegen und das nicht nur einfach so benennen.

Wirklich nicht auszumalen, wie ich mit nur einmal eben die eigenen Ideale und Prophezeiungen verraten, die ganze Welt verändern könnte. Weltfrieden, Freunde, und nur noch Modelfreundinnen ficken!

Also wenn nicht mindestens eines dieser beiden Argumente ein Grund dafür ist meine Entscheidung zu überdenken, weiß ich auch nicht.

In diesem Sinne, to be continued…

xoxo
&
HEGDL, for ever ever and ever ever

Asher Roth feat. Nathan Santos – Running Away

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Kleine Hasstirade

April 22, 2012 Von: DJN Kategorie: ~stuff

Ich glaube, wenn es die Hölle wirklich geben sollte, ist sie nur deswegen die Hölle, weil die meisten Menschen da hinkommen.

Ich stelle mir das eben mal spontan wie einen verkaufsoffenen Sonntag vor, an dem sie ja irgendwie alle aus ihren Löchern gekrochen kommen.

Überfüllte Cafes, mit Menschen, die es für Luxus halten einmal im Jahr 2,60 Euro für einen Cappucino auszugeben. Und sich obendrein einen Kuchen zu genehmigen. Vermutlich weil es einfach so herrlich klischeehaft ist.

Überall Kinderwägen. Und schreiende Kinder dazu. Die einen stehen im Weg, die anderen krabbeln durch selbigen. Bis mal irgendjemand drauf tritt, wie auf ein Hundewelpen, aus Versehen selbstverständlich. Aber die Väter marschieren eifrig im Gänseschritt hinterher und fangen die kleinen Racker ja direkt wieder ein. Mama muss schließlich gerade Cola Light trinken und InStyle lesen. Da bleibt natürlich keine Zeit ihrer Erziehungsfunktion nachzugehen. Stellt sich halt die Frage, warum beide nicht einfach nach Hause gehen, um ihre Dosentomatensuppe zu essen.

Selbe Frage gilt für die Pärchen, die jedem anderen und noch so unbekannten Mitmenschen in ihrem Umfeld zeigen muss, dass sie ein Pärchen sind. Dauerhändchen halten, wie es mich anwidert. Sie bestellt Salat, er nichts. Vermutlich, um nicht schon in der Verliebtheitsphase durchblicken zu lassen, dass er ohne Probleme auch zwei Schnitzel verdrücken könnte jetzt, und genau das tut, sobald der Alltag eingekehrt ist. Und nachher fährt er wahrscheinlich heimlich zu McDonalds, nachdem sie in ihrer Schlabberjoggingshose bei einem Katherine Heigl Film auf der Couch eingeschlafen ist. Hauptsache er zahlt die komplette Rechnung, weil, logisch, sie ist ja immerhin die mit den Brüsten.

“Könnten Sie bitte mal unsere Milch erwärmen, für den Kleinen?” Nein, Du Fotze! Geh nach Hause und stell’ deine scheiß Milch in deine kack Mikrowelle!

Am Nebentisch die obligatorische Dreiermädchenclique. Sehen alle gleich aus. Und ficken wahrscheinlich auch so. Heute aber legere gekleidet, das Bumsoutfit riecht schließlich von gestern Nacht noch nach rauch. Drei Latte Machiatto, was sonst? Und statistisch hat mindestens eine gerade einen Scheidenpilz. Ich vermute die mit der kleinen Maracuja-Schorle.

Ob man wohl mal das Fenster kurz aufmachen könnte, der frischen Luft wegen, möchte eine Dame wissen. Ich möchte ihr entgegen schreien, dass, wenn sie frische Luft wünscht, einfach vor die verdammte Tür gehen soll. Du Lufthure!

Zum Glück habe ich mein Headset dabei und kann mich abschotten. Denn noch bin ich nicht in der Hölle, glaube ich. Da muss man bestimmt alles abgeben, was einen von der Realität ablenken könnte. Meine Theorie.

In diesem Sinne, hoch lebe die Hölle, und der verkaufsoffene Sonntag, diese verrückte once in a lifetime experience.
hegdl

p.s.: Ach übrigens, fetter Track. Also in meiner Abschottungswelt.
Alex Clare – When Doves Cry
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Alex Clare

Tracks, die meine Welt bewegen #4

April 16, 2012 Von: DJN Kategorie: * music music music *

„Kreativität braucht Aktionismus, und wenn er blind ist.“ (Unbekannter wie erfolgloser fast Grimme-Preis-Träger)

Eine alte Weisheit sagt bestimmt: Fange einen Text niemals mit einem Zitat an! Aber ich wollte halt mal was Verrücktes tun. Wie zum Beispiel über Liebe schreiben. Also weniger darüber, dass Liebe sowas wie der Endgegner ist, wir aber noch lange nicht am Ende sind, eher über etwas, was ich gerne im Überschwang der Gefühle „Shower of Love“ nenne. Geht natürlich nicht um Zwischenmenschlichkeit, wäre ja noch schöner jetzt, sondern um Musik.

Um genau zu sein, um jene Musik, die mein Jammern übertönt, während ich mich jede Nacht in den Schlaf weine. In der Fötusstellung selbstverständlich. Bin schließlich auch nur ein Junge, und traurig, wenn die Lieblingsfußballmannschaft nicht aufsteigt. Da muss man auch mal Gefühle zeigen können. Und einfach mal alles raus lassen. Auch wenn es salzig schmeckt. Letzteres ist immerhin noch besser als süß, denn süß verhält sich ja zu schön wie nett zu gut, wenn Ihr versteht was ich damit meine.

Dabei fällt mir ein, dass ein ziemlich intelligenter wie humorvoller junger Mittzwanziger neulich feststellte, dass wahre Schönheit nicht auf Fotos festgehalten werden kann und ihren Superlativ mit dem Adjektiv „raumfüllend“ zumindest in seiner Welt vorerst mal gefunden hat. Verrückter Typ, mit verrückten Gedanken und offensichtlich zu viel Zeit, kann ich Euch sagen!

Haltet Euch lieber an mich, ich denke seit neuestem nur noch in Notfällen. Oder für einen guten Zweck. Liegt gerade auch irgendwie im Trend, hab‘ ich das Gefühl. Und wenn jemand gerne mit im Trend liegt, dann bin ja wohl ich das. Schließlich hab‘ ich ‘nen Blog und nicht nur eine Seite im Internet mit willkürlich aneinander gereihten Worten! Ich finde, das legitimiert auf jeden Fall mal zu Aktionismus, auch wenn er blind ist, um an dieser Stelle gleichzeitig die Einleitung und den Kreis wieder zu schließen. Die Meinung kann man, wie alles andere hier teilen, oder eben nicht.

Apropos: Voll fät, geht auch um Liebe, sogar um freie, weil der Download „kostet“ mit nur einen Klick, ein Rap Schrägstrich Hip Hop Mixtape der aufwärmenden Sorte. Gemixt wurde das ganze von einem wahren Virtuosen seines Fachs, Zwinkersmiley.

Just for the L.O.V.E. (Free Mixtape)

Dann, ebenfalls fett und ebenfalls ein Song, der was älter ist, dafür aber jetzt nichts mit Rap, sondern nur mit D’n'B zu tun hat. Und ein bisschen mit so Singer-Songwriter-Kram.

Alex Clare – Too Close

Alex Clare

“It feels like I am just too close to love you”, kenn ich, ist echt voll scheiße. Bin da also total d’accord mit diesem Alex, auch wenn ich nicht glaube, dass dieses Video einen Sinn machen soll. Egal, Musik gehört schließlich gehört und nichts anderes. Fast das gleiche hat sich auch irgendjemand bei Microsoft gedacht und den Song als Hintergrundmusik für den aktuellen Internet Explorer Werbespot ausgesucht. Ist spätestens seit Empire Of The Sun auch ein interessanter neuer Vertriebsweg für Plattenlables geworden. Leider dürfen sich die Künstler nicht aussuchen, ob sie überhaupt mit einer Marke in Verbindung gebracht werden wollen, weil eine Firma das theoretisch nicht mit dem Urheber abstimmen muss, solange sie die entsprechenden Gebühren für die Benutzung bezahlen. Das ist nicht nur traurig, sondern ähnlich unfair wie das, was die GEMA da seit Jahren macht.

Letztere hat jüngst ihren neuen Staffelungskatalog vorgestellt und zieht weiter Unmut auf sich. Nicht nur, dass die GEMA mal wieder die falschen Maßnahmen ergreift, sie tritt weiterhin mit absoluter Arroganz und Uneinsichtigkeit auf. Weitblick ist für diesen Verein offensichtlich ein Fremdwort. Aber Gerechtigkeit in Sachen Verteilung ihrer Gelder ist es ja auch.

Jedenfalls, um das mal kurz zusammen zu fassen, ist es so, dass sie GEMA seit Jahren wissentlich um deutlich mehr als die Hälfte der eigentlichen zu bezahlenden Beiträge beschissen wird. Und nachdem die erste Gegenmaßnahme Ein-Euro-Jobber als Kontrolleure einzustellen nicht gefruchtet hat, hat man nun kurzerhand beschlossen einfach die Beiträge noch mal zu erhöhen. Dies wiederum führt dazu, dass einige Läden eigentlich gleich zu machen könnten, da es unter den neuen Vorraussetzungen schlicht und einfach nicht mehr finanzierbar wäre.

Um dem entgegen zu wirken, kann man hier eine offene Petition gegen die Erhöhung unterstützen, auch anonym. Ob es wirklich etwas bringt, weiß man natürlich nie so wirklich, aber in diesem Fall kann es auch nicht schaden sich zwei Minuten Zeit seines Lebens zu nehmen. Ich möchte abschließend noch einmal kurz erwähnen, dass die GEMA eigentlich Urheberrechte schützen sollte, aufgrund ihrer Struktur allerdings eine der ungerechtesten, freien Organisationen überhaupt darstellt. Was man jetzt mit den Informationen im letzten Satz anfängt, bleibt natürlich jedem einzelnen überlassen.

Zurück zu Erfreulicherem. Neue Gossip Single. Ich find sie gut. Auch in keiner “picture perfect world”.

Gossip – Perfect World

Gossip

Auch neu, das Nebenprojekt von Kid Cudi mit Dot Da Genius. Heißt WZRD und hat jetzt das gleichnamige Debütalbum am Start. Das sind meine Favs:

WZRD – Love Hard

WZRD

WZRD – Efflictim

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WZRD

Weniger experimentell dagegen ist die Single zum neuen Album von Stefanie Heinzmann. Letzteres ist zwar wieder ein bisschen statisch, ersteres dafür aber das genaue Gegenteil. Also zumindest in meiner Welt hat dieser Song einen ganz guten Drive.

Stefanie Heinzmann – Diggin’ In The Dirt

http://www.dailymotion.com/video/xoygbe

Stefanie Heinzmann

Bei Drive muss ich auch immer gleich an Miike Snow denken. Die haben ihr zweites Studioalbum am Start und ich bin Fän hiervon…

Miike Snow – Devil’s Work

Miike Snow

…und davon:

Miike Snow – The Wave

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Miike Snow

Und wenn’s gerade schon elektronisch ist, hier noch ein Remix, den ich in diesem Club in Köln gehört habe. Ging tief rein und war nicht ganz so leicht zu finden.

Jamie Woon – Shoulda (Samy Chelly Remix)

Free Download

Und gleich noch mal Bummbumm. Dieses Mal allerdings mit dezenter Rap-Note. Mac Miller hat sich einem Chase & Status Track angenommen, was wiederum eine sehr gute Idee war, finde ich. Free Download inklusive.

Chase & Status feat. Takura – Flashing Light (Mac Miller Remix)

Und wenn wir jetzt wiederum bei freier Musik sind, hier noch ein paar Tipps. Zum Einen das neue Lyrics Born Variety Show Season 5 Mixtape, dass es hier auf seiner Homepage zum Runterladen gibt. New Funk, nenne ich das gerne, beziehungsweise ich glaube, wenn jemand von damals heute Funk machen wollen würde, würde es sich so ähnlich wie bei Lyrics Born anhören.

Von neuem zu altem, und zu meinem Homie DJ Henster, den ich seit einer kuriosen Begebenheit nach einem gemeinsamen Auflegen liebevoll DJ Hengsta nenne. Der hat es endlich mal geschafft einen Soulmix aufzunehmen und auch hochzuladen. Sonst kritisiert er sich nämlich normalerweise selber tot und traut sich nicht. Ich bin jedenfalls froh, dass er diesen inneren Schweinhund überwunden hat und wir uns über dieses wunderbare Stück Musik freuen dürfen.

DJ Henster Soulmix (Free Mixtape)

Wer es ähnlich ruhig mag und kein Problem damit hat, dass die Vinyl bei der Aufnahme ein paar Mal leicht hüpft, findet hier vielleicht sein Glück. SundayLove für Sonntage und andere Tage, die sich so anfühlen.

Cali 3000 – SundayLove (Free Mixtape)

Der Track hätte da auch gut reingepasst, aber dieses Nina Simone Sample geht eigentlich auch immer- selbst bei Flo Rida, den ich ja ansonsten voller Überzeugung verachte.

Skuff – Feeling Good

Skuff

So, das war’s an dieser Stelle erstmal wieder. Ach, hier noch zum Abschluss eine kleine Parodie auf Simon Cowells DJ X-Factor Idee.

Vielleicht mach ich mit. Ein besseres Comeback kann ich mir jedenfalls fast nicht vorstellen.

In diesem Sinne, Freunde der gepflegten Unterhaltungsbranche, kackt bei Gelegenheit der GEMA mal ordentlich in den Briefkasten und liebt Euch wild, wenn Ihr die Chance dazu bekommt!
xoxo

p.s.:

Chiddy Bang – Does She Love Me (live @ Radio K)

Chiddy Bang

Mein Blog, der Fast-Katalysator

März 10, 2012 Von: DJN Kategorie: ~stuff

Play

Dúné

So Freunde, Zeit zu katalysieren. Zu viele verstörende Gedanken haben sich angesammelt und mich die letzten Tage und Wochen immer wieder vom Schlafen abgehalten. Einiges davon habe ich zwar schon aufgeschrieben, kann ich aber aus rein moralischen Gründen nicht veröffentlichen, es sei denn mir bietet irgendjemand genug Geld dafür, denn für letzteres tue ich ja quasi alles. Gedankenpause. Kleiner Scherz.

Aber ich bin ganz ehrlich, entwaffnend ehrlich möchte ich sogar sagen, ich vermute mein in den letzten zwei Wochen drastisch angestiegener Alkoholkonsum trägt einen wesentlichen Teil zu diesen Worten bei. Ich kann an dieser Stelle auch gar nicht mehr genau sagen warum ich dieser ekelhaft erheiternen Mixtour aus Wodka und Bier so munter gefrönt habe, vielleicht auch willenlos verfallen bin, aber man braucht auch nicht immer eine Antwort, habe ich mir überlegt. Antworten bedeuten ja oft Wissen, und wenn ich mir des Öfteren Mal etwas wünsche, dann dass ich irgendetwas nie erfahren hätte. Das würde mein Leben deutlich weniger belasten, mit Müll von anderen. Ich will mir manchmal einfach kein Bild machen! Und wenn ich’s gar nicht erst wüsste, könnte ich auch nicht darüber nachdenken. Das wäre so schön. Und beruhigend. Für meine Seele und deren Frieden.

Aber nein, ich liege nachts wach und frage mich zum Beispiel warum Menschen so intensiv an ihrer äußeren Schönheit arbeiten statt an der inneren. Im nächsten Gedankenzug beschäftigt mich derweil die Frage, warum irgendwelche Marketing-Arschfotzen, Entschuldigung Strategen, von irgendwelchen Plattenlabels versuchen Aura Dione als sexy Vamp zu verkaufen. Paradox! Die Aktion und mein Gedankengang. Ganz ehrlich, ich würde darüber hinweg sehen, wenn ihr Musik nicht so scheiße wäre. Dafür müsste ich auch noch nicht mal “Medienprofi” sein. Bin übrigens dafür, dass das nachträglich zum Unwort des Jahres der letzten vier bis fünf Jahre gekürt wird.

Dabei fällt mir ein, dass mir neulich jemand gesagt hat, dass es sich Menschen, die die neue Lana Del Rey Platte kacke finden genauso einfach machen wie die, die das neue Deichkind Album gut finden. Ich persönlich empfinde das genaue Gegenteil. Schließlich hat sich auch jüngst Sido (mal) wieder vor eine Kamera gestellt und gesagt die neue Scheibe von Deichkind sei scheiße und nicht mehr als Klamaukmusik. Ich dachte mir spontan, dass das genau der richtige sagt. Gefolgt von dem dringenden Bedürfnis ihn mal ordentlich und hart zu beleidigen, also persönlich, unter vier Augen. Ich würde in diesem Zuge sogar die Theorie aufstellen, dass Sido der mit Abstand schlechteste und schlimmste “Künstler” ist, den die deutsche Musikszene in den letzten Jahren hervor gebracht hat. Aber wen würde das wiederum schon interessieren? Nicht mal Bushido, schätze ich.
Ich bin ja immer noch davon überzeugt, dass dieser Aggro Berlin Kack damals schon so geplant war. Also mit dem “Wir haben uns versöhnt, weil Sony uns viel Geld im Voraus gezahlt hat-Album”. Gott, gehen mir die beiden auf den Sack! Ok, Sido geht mir mehr auf den Sack. Da höre ich lieber Haftbefehl. Immerhin hat der auch gesagt “ich sehe Leute, die studiert haben immer noch mit dem Bus fahren.” Grandiose Textzeile, die meinen Hass auf Studenten gebührend zum Ausdruck bringt. Ich finde dafür hat er mindestens den Bambi verdient. Für welche Kategorie auch immer. Spielt ja spätestens seit Bushido eh keine Rolle mehr.
Aber eigentlich wollte ich was ganz anderes loswerden, da bin ich schon wieder fett vom Thema abgekommen. Muss ich dringend verbessern, wenn das jemals was mit dem Literatur-Nobelpreis werden soll.

Also: Vergangenen Freitag war ich in Köln, weil…ähm…grundsätzlich mal alles besser ist als seinen Abend hier in (Str)Esslingen (bitte auf keinen Fall auf Youtube suchen!), meiner Heimatstadt, wie wir sie liebevoll nennen, zu verbringen. Da bin ich schließlich schon eine Woche vorher abgestürzt, was cirka zwei Mal im Jahr passiert und ungefähr immer gleich endet, ernüchternd! Diese Stadt hat einfach so unglaublich wenig zu bieten, dass nicht mal eine Horde Striperinnen die Siuation retten könnte. Ich meine, das einzige was man da an einem gewöhnlichen Samstag Abend machen kann, ist in einer der drei meist frequentierten Kneipen so viel Bier zu trinken bis man mit dem Kopf auf der Theke einschläft. Kein ungewöhnliches Szenario by the way, true story! Aber hier kennt auch keiner das Wort Absprung. Nur das Wort Hefeweizen.

Jedenfalls ist Esslingen bei Nacht so etwas wie RTL bei Tag. Man hat durchweg ein sehr komisches Gefühl aus Scham und Mitleid, dass einen, ja ich möchte sagen, quasi überrollt. Gescheiterte Persönlichkeiten soweit das Auge reicht. Jedes Mal bin ich wieder neu überrascht, obwohl ich es eigentlich besser wissen sollte. Ich sehe Frauen, Entschuldigung Mädchen, die Frauen sein wollen, die nichts als Angst vor Sperma ausstrahlen, weil sie es offensichtlich cool finden oder besser gesagt, wahrscheinlich in irgendeiner absurden Form geradezu brauchen mit ihren roten Lack High Heels in der Entwicklung stehengebliebene Dorftrottel zwischen billigem Warm-Up Schnaps und fröhlicher Stadion-Parolen-Grölerei aufzugeilen. Das ist so armselig, dass mir fast die Worte dafür gefehlt haben das auch adäquat auszudrücken. Ich meine, ernsthaft, das ist noch einfacher als gleich Geld dafür zu nehmen. Titten alleine würden hier ja schon reichen, schließlich haben die meisten bisher nur welche auf ihren Lieblingspornoseiten gesehen.

Dennoch ist es fast schon beeindruckend, wenn auch nicht geistreich, wie der Umgang untereinander seit Jahren, ich sage mal, gepflegt wird. Ich persönlich habe mich immerhin schon nach knapp drei Stunden satt gesehen. Spontan versuche ich mir daher vorzustellen wie es wäre jede Woche hier zu sein. Jede Woche die gleichen gebrandmarkten Fratzen und jede Woche die selben nicht gerade wirklich spannenden Geschichten von früher. Es ist wie ein großes in Erinnerungen schwelgen, nur ohne Highlights. Aber was will man auch erwarten von Menschen, die nicht über den Tellerrand, beziehungsweise die Stadtgrenze raus schauen können oder wollen? Ist es die Angst vor einer anderen, vielleicht besseren Welt, wo hier doch eigentlich alles okay ist? Ich weiß es nicht, und eigentlich will ich es auch nicht wissen. Trotzdem läuft mir ein Schauer über den Rücken, als ich weiter darüber nachdenke. Einen Vorteil hat dieser Lebensstil aber wohl, man kann den Kopf anscheinend relativ einfach dabei ausschalten. Vielleicht darf man ihn aber auch erst gar nicht einschalten, überlege ich mir dann. Puh, das ist mir jetzt fast schon wieder zu kompliziert. Ich bestelle noch ein Bier, weil naja, kein neues würde es vermutlich auch nicht besser machen.

Zwischen Bier sieben und acht stelle ich des weiteren die Theorie auf, dass wenn die Eltern all derer, die ich gerade um mich herum wahrnehme, bereits das Selbe gemacht haben wie ihre Kinder heute, selbige schon miteinander verwandt sein müssten. Das wiederum bringt mich zu der mehr oder minder gewagten These, dass der Erfinder von “Verbotene Liebe” ein Esslinger sein könnte. Vielleicht kommt er aber auch einfach aus einer anderen Schundstadt, in der jetzt gerade ungefähr das gleiche passiert. Wie auch immer, ich könnte das jetzt googlen, aber der Aufwand ist mir die Info nicht wert.

Ich wollte ja eigentlich auch von Köln erzählen. In den Augen von Einheimischen übrigens auch nichts anderes als das was ich von meiner Heimatstadt halte, finde ich heraus als ich mich nachts, mit dem Ziel eines gepflegten Absturzes bei guter Musik, durchfrage. Finde erst mal jemanden mit Euphorie im Gepäck. Hätte ich aber vielleicht auch nicht, wenn ich alle hiesigen Nutten schon gefickt hätte, überlege ich, während ich mich auf eine dezent ausartende Odyssee durch die Weltstadt Köln mache, immer auf der Suche nach nichts weiter als ein bisschen Glück. Wunderbare Metapher auch für’s Leben, fällt mir gerade auf. Die Stadt ist ja auch immer nur so etwas wie die Variable, wenn man mal genauer darüber nachdenkt, aber egal.

Da bin ich also wie gesagt und suche etwas. Etwas dass man vielleicht mit Würze beschreiben könnte. Spice Up Your Life ist das Motto, wie die Spice Girls sagen würden. Kosmopolit möchte ich sein. Die Grenzen sprengen. Mich verlieben, wenn auch nur für eine Nacht. Am nächsten Morgen aufstehen und der gesamten Welt den symbolischen Stinkefinger zeigen, wenn auch nur auf Facebook. Hohe Ziele, ich weiß, aber kleine Brötchen backen kann ja jeder. Ich gebe mich gerne Illusionen hin. Und manchmal scheitere ich auch gerne daran. Schließlich ist es eben so furchtbar einfach den eigenen Schweinehund nicht zu überwinden, die Kopfhörer wieder aufzuziehen und sich abzuschotten.

Vielleicht bin ich deswegen damals auch DJ geworden. Mittendrin und doch in meiner eigenen Welt. Absolut mein Ding, wird mir mehr und mehr klar desto länger ich nicht mehr auflege. Irgendwo muss die Inspiration für meinen Menschenhass ja auch herkommen. Fernsehen reicht schon lange nicht mehr. Spätestens seit das meiste davon gefaked ist. Nichts ist schließlich langweiliger als Stories, die sich andere ausgedacht haben. Das ist kein guter Stoff, höchstens ein betäubender. Die Realität hingegen schreibt vielleicht nicht die besten oder schönsten, dafür aber die ehrlichsten Geschichten. Mut zur hässlichen Wahrheit, auch wenn sie weh tut, das ist das was ich an dieser Stelle lauthals fordern möchte! Aber ich bin ja auch betrunken, und einstecken war eh noch nie meine Stärke. Nur im Reinstecken bin ich…ach egal!

Mit diesem verwirrend wie verstörenden Gedankengang im Gepäck stehe ich mittlerweile in irgendeinem, eigentlich ganz netten Club, in dem es allerdings auch nicht besser ist als irgendwo anders, nur anders eben, und betreibe so etwas wie Marktforschung, während ich mir diese ernüchternde Erkenntnis fast zeitgleich schon wieder mit Wodka runterspüle. Ich hasse es Gast auf einer Party zu sein. Partys, oder vielmehr ihre Gäste, sind so etwas wie ein Querschnitt dieser kaputten, leicht zu beeinflussenden Gesellschaft, die nichts Neues mehr sucht, sondern lediglich Erlebtes verdrängen möchte. Tanzt Marionetten, tanzt! Und liefert mir das, was ich nicht sehen möchte, mir aber trotzdem gleich aufschreiben muss, um es dann unter “Recherche des Lebens” ab zu speichern.

Zum Glück hat mein Hightech-Handy diese simple, aber dennoch für mich elementare Notizfunktion. Ohne sie könnte ich mir wenig bis nichts merken, oder wahrscheinlich nur das unwichtige Zeug. Und, wenn diese Nacht nicht geradezu prädestiniert ist, für einen Haufen sinnvoller wie sinnfreier Gedanken, dann weiß ich auch nicht. Man sieht immerhin so einiges in nur einer Nacht, wofür andere ganze Jahre brauchen, um überhaupt zu realisieren, dass das was sie sehen tatsächlich der Realität entspricht oder zumindest darauf angewandt werden kann. Also am Tag dann.

Unterdessen läuft es wie es eigentlich immer läuft, glaube ich. Ich bin mal wieder schnell frustriert und fasziniert zugleich. Ich beobachte, dass ich Beobachter bin und kein Macher. Und ich weigere mich, mich dafür zu entschuldigen, mit Frauen nicht ins Gespräch zu kommen, weil ich ihr davor nicht versucht habe meinen Finger in die Nase zu stecken! Ich entschuldige mich höchstens dafür, dass ich auch unter massivem Alkoholeinfluss noch ein bisschen Stil habe! Es wäre allerdings auch vermessen in dieser Situation jetzt meiner Mutter die Schuld zu geben, nur weil sie mir zumindest etwas Anstand mitgegeben hat. Aber irgendjemand muss die Schuld tragen, denke ich mir. Nur weil sich das Chaos hat mal wieder akkreditieren lassen, ist es noch lange nicht zu spät ein Umdenken zu fordern! Oder doch? Paradoxe, in Alkohol getränkte, kranke Welt, die es mir verwehrt meine Zunge jetzt in diese leider geile, viel zu leicht zu beeindruckende Bekanntschaft zu schieben. Also so setzt man bestimmt keine Maßstäbe, stelle ich fest und trinke noch einen kurzen Wodka, der mir in seiner Klarheit mittlerweile deutlich überlegen ist.

Warum bin ich eigentlich nicht so leicht zu beeindrucken? Ich meine, ist es falsch, sich so zu verhalten wie man es auch von anderen erwartet, mit ein bisschen Respekt? Offensichtlich! Jedenfalls wenn man heute noch einen wegstecken möchte. Gott, geht mir dieses Rumhuren auf den Sack! Es ist einfach nicht mein Style. Ich bin aber auch nicht Ryan Reynolds, nur ehrlich. Und schon wieder zwei neue Probleme, auf einmal. Da hilft auch die Zunge der, in meinem Zustand auf jeden Fall attraktiven, aber für den Verstand immer noch zu billigen Hure nichts mehr. Denn, Entschuldigung Freunde, jetzt mal ganz ohne Scheiß, auch wenn ich mit dieser Meinung alleine da stehe, aber wenn irgendwas auf dieser Welt echt mal überhaupt gar keinen Sinn macht, dann ist es rum zu knutschen ohne späteren Koitus!

Verkackte Triebe! Verkackter Alkohol! Verkackte Selbstreflektion! Vielleicht auch in einer anderen Reihenfolge, kack egal im Moment! Ich brauche dringend noch ein Bier, dann Musik, Kopfhörer zum Abschotten und ein bisschen Glück, das meiste davon direkt aufgeschrieben zu haben. Notiz Ende. Ach ja, und morgen trinke ich keinen Alkohol, ich habe die Schnauze für’s erste mal wieder gestrichen voll davon!

In diesem Sinne bis zum nächsten Exzess, er wird kommen, so sicher wie der nächste Sonnenschein, darauf gebe ich auch gern mein Wort, oder mehrere
xoxo

[Prelistening] Michael Kiwanuka – Home Again

März 07, 2012 Von: DJN Kategorie: * music music music *, new funky shizzle

Ich muss zugeben, Michael Kiwanuka sagte mir zwar was, aber ich habe mich noch nicht mit der Musik beschäftigt. Vermutlich deswegen weil es irgendjemand gepostet hat, den ich nicht gerade für seinen Musikgeschmack schätze, keine Ahnung, ich habe keine andere, geschweige denn bessere Erklärung. Jedenfalls flatterte jüngst sein Album in mein Postfach, und da ich gerade jede Gelegenheit nutze meine Kopfhörer aufzusetzen und mich von der Außenwelt abzuschotten, habe ich da dann auch mal reingehört. Schön, kann und muss ich sagen. Irgendwo zwischen R’n'B, Soul und Singer-Songwriter Musik. Leg’ ich bestimmt mal auf wenn ich mich mal wieder in eine Prostituierte verliebt habe und einen auf Romantik machen möchte. Vielleicht bekomme ich sie damit rum, oder zumindest Rabatt.

In diesem Sinne, Liebe ist Liebe ist Liebe, und so…

“Home Again” erscheint kommenden Freitag, den 09.03. und darf bei Gefallen auch gerne gekauft werden.

Michael Kiwanuka

Caligola

März 06, 2012 Von: DJN Kategorie: * music music music *, ~stuff

So Freunde, während ich meinen nächsten verstörenden Text, beziehungsweise meine nächsten verstörenden Gedanken in so etwas wie einer Art Text vorbereite, höre ich das neue Caligola Album. Kam vergangenen Freitag in den Handel und wurde mir bereits ein paar Tage vorher zur Verfügung gestellt. Da bin ich gerade mal dankbar für, und zwar aus dem simplen Grund, dass es mich inspiriert hat.

Caligola ist ein “weltweites Künstlerkollektiv”, wie es so plakativ von meinem ehemaligen Arbeitgeber genannt und in der bunten Medienlandschaft derzeit gespreadet wird. Nicht zuletzt deswegen ist es auch nicht ganz unrealistisch, dass sich dieses Projekt um die zwei Frontmänner von Mando Diao zu einem wahren Verkaufsschlager entwickeln könnte. Schließlich funktioniert Konsum wie eine SPAM-Mail, in Relation sind das immer wenig, die darauf anspringen, aber je größer die Werbung, desto größer die Resonanz. Ganz einfache Rechnung und These, die jeden Tag aufs Neue vielfach belegt wird. Eine wundervolle Metapher, auch für’s Leben, wie wir in letzter Zeit häufiger in diversen Situationen festgestellt haben.

Egal, ich bin ja immer Fän, wenn ich etwas gut finde. Die Werbung für das Produkt interessiert mich da nur peripher. Und obwohl ich ja gar kein Anhänger von Mando Diao bin, muss ich sagen, dass Caligola echt was hat. Phasenweise, und damit meine wirklich nur phasenweise, auch was von Seeed. Paradoxer Weise war ich von denen, im Gegensatz zu ihren jeweiligen Soloprojekten Boundzound, Delle und vor allem Peter Fox, auch nie ein riesen Fän. Verrückte Welt, verrücktes Album! Common raise your head, Genres are dead anyway. You can think about that while you’re listening. Und, um Himmels Willen, erwartet jetzt nicht, dass es sich wie Seeed anhört, es hat musikalisch im Gesamtpaket quasi nichts mit den Berlinern zu tun, es ging mir da einzig um den Vergleich von Soloprojekt zu Band.

Caligola – Back To Earth

Caligola

Tracks, die meine Welt bewegen #3

Februar 14, 2012 Von: DJN Kategorie: * music music music *, new funky shizzle

Nachdem ich in letzter Zeit ausschließlich Texte schreibe, die ich nur schwer veröffentlichen kann, weil, naja, da so Sachen drin stehen, die, naja, irgendwie derzeit nicht wirklich dafür geeignet sind von irgendeiner Öffentlichkeit gelesen zu werden, beschäftige ich mich an dieser Stelle einfach weiter mit dem einzig richtigen: Musik. Davon gibt’s gerade nämlich wieder ‘ne ganze Menge, die mich mit nimmt.

Obwohl, der Text mit dem Titel <<Liebe ist der Endgegner>> würde eigentlich ganz gut zum Valentinstag passen. Also von den asiatischen Prostituierten mal abgesehen. Egal, ich kann’s einfach nicht tun. Muss man warten bis ich endlich dieses Buch über einen erfolglosen Mittzwanziger veröffentliche. Möglicher Titel: <<Zu viele Bäume, zu wenig Wald.>>

Ebenso überragend wie das Buch wird, ist schon diese Free EP von Brother Ali, den ich spätestens seit ‘Crown Jewel’ auf dem Schirm hatte. Dachte immer der wäre schwarz, weil die Stimme so smooth ist, aber da habe ich mich mal fett getäuscht, wie ich soeben feststellte als ich mal ein Bild des Herren gegoogelt habe.

Zur EP ‘The Bite Marked Heart’: ich wippe seit dem ersten Song mit, und fühle mich als ob ich das Album zum hundertsten Mal höre. Unfassbarer Flow. Instrumental äußerst schön. Bin spontan ganz großer Fän und werde mir gleich blind alle bisherigen Alben des Amerikaners runterladen! Ich glaube, da kann ich nichts falsch machen. Ganz große Empfehlung also!

Wer es mir gleich tun möchte und sich nicht scheut für so großartige Musik auch Geld auszugeben, kann das z.B. hier tun: Brother Ali

Dann, ebenfalls Räp und fät: Chiddy Bang. Album kommt Anfang März und fiebere bereits darauf hin. Nach ‘Ray Charles’ gibt’s jetzt neuen noch ‘nen neuen Song mit Video. Schönes Sample, schöner Track!

Chiddy Bang – By Your Side

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Chiddy Bang

Und wenn wir gerade schon bei der Musik des gesprochenen Wortes sind, es gibt endlich auch wieder Neues von Asher Roth. Naja, eigentlich gibt’s das Mixtape ‘Pabst & Jazz’, das die Wartezeit auf Ashers neues Album ‘Is This Too Orange?’ verkürzen soll, schon seit Ende letzten Jahres. Zum Track ‘Dope Shit ‘ folgte dann aber die Tage auch Videomaterial, das wiederum nach kurzer Zeit in unserem Land nicht mehr verfügbar war. Danke YouTube, ähm GEMA!

Muss man halt doch ohne bewegte Bilder zurecht kommen, oder selber suchen.

Asher Roth – Dope Shit

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Das ganze Mixtape hier:

Und der Download-Link dazu hier. Viel Spaß.

Genrewechsel. Charlie Winston, seines Zeichens sowas wie ein Singer-Songrwriter hat ebenfalls ein neues Album in den Startlöchern. Single dazu finde ich schön und hört sich so an:

Charlie Winston – Hello Alone

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Charlie Winston

Auch neu, dafür aber schneller, rockiger und auf deutsch, steht das Album ‘Chor der Kaputten’ von Benzin, Freunde des Hauses sozusagen, in den Plattenregal und Online-Mediatheken dieser Welt. Single dazu ist folgende. Ich persönlich finde, man muss sie ein paar mal hören bis es klick macht.

Benzin – Schutt und Asche

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Benzin

Wer hingegen die 90er mag, findet mit dem neuen Mixtape unseres Freundes DJ Reg sein Glück.

DJ Reg – Tresor 2012 Mixtape

Das Download-Limit ist zwar bald erreicht, aber da kommt dann bestimmt bald ein neuer Link auf seiner Homepage.

www.dj-reg.de

Zu guter Letzt noch was, was eigentlich, wenn man ehrlich ist, weniger mit Musik zu tun hat. Jedenfalls kenne ich niemanden, mich eingeschlossen, der ein Album von Ok Go besitzt. Dafür kennt aber die ganze (Musik)Welt ihre Videos, weil die sind zugegebenermaßen schlicht herausragend kreativ. Daher, zurück lehnen und staunen, again.

Ok Go – Needing/Getting

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Wem der Song auch gefallen hat, findet hier weitere musikalische Ergüsse: OK Go

Ich darf unterdessen verkünden, dass ich jetzt in Autos mache…

…während David Guetta fieberhaft am neuen Album arbeitet.

In diesem Sinne, Freunde, immer auf den richtigen Ton achten, wisst Ihr Bescheid.
xoxo

Touching

Februar 07, 2012 Von: DJN Kategorie: * music music music *, ~cinema & tv

“Intouchables”, oder in deutschen Kinos: “Ziemlich beste Freunde”- wundervoller Film, wundervoller Soundtrack. Braucht man nicht mehr zu sagen…außer vielleicht:

Schönheit, die man nicht nur sehen, sondern auch hören kann.

01. Fly (Ludovico Einaudi)
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02. Writing poems (Ludovico Einaudi)
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03. The Ghetto (George Benson)
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04. Der Freischütz _ Act 1 – ”Nein, Länger Trag’ Ich Nicht (Peter Schreier)

05. You’re Goin’ Miss Your Candyman (Terry Callier)
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06. Blind Test (François Cluzet)
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07. L’origine Nascosta (Ludovico Einaudi)

08. Feeling Good (Nina Simone)
http://www.dailymotion.com/video/x6xtaa

09. Cache-Cache (Ludovico Einaudi)
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10. Concerto Pour 2 Violons Et Orchestre A Cordes Op.3 N° 8 (L’Angelicum De Milan)
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11. Una Mattina (Ludovico Einaudi)
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12. Red Light (Vib Gyor)
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Ludovico Einaudi

Tracks, die meine Welt bewegen #2

Januar 28, 2012 Von: DJN Kategorie: * music music music *, new funky shizzle

Aloha und Helau, oder so. Zeit für neue, gute Musik. Anfang des Jahres gibt’s davon ja traditionell ‘ne Menge, Stichwort Nachweihnachtsgeschäft. Oder halt gar kein Weihnachtsgeschäft. Wie auch immer, ist ja eigentlich auch egal.

Fangen wir einfach an. Und zwar mit Räp, wie ich ihn mag. Sehr tightes Album hat Evidence da mit ‘Cats & Dogs’ abgeliefert, höre ich regelmäßig. Vor allem ‘Red Carpet’, aber auch die neue Single ‘Falling Down‘.

Evidence – The Red Carpet

Evidence

Auch Hoch im Kurs: Mac Miller. 2012 endlich auf etwas größerer Tour durch Deutschland und hier mit seinem neuen Song, der auch einer meiner Favourites vom Album ist.

Mac Miller – Of The Soul

Mac Miller

Dann, leider geil, wie Deichkind sagen würden, die neue von Marlon Roudette, früher Mattafix. Fande es ja schon fast bewundernswert, dass der tatsächlich zwei One-Hit-Wonder gelandet hat. Und das mit einem Abstand von satten fünf Jahren. Das ist nicht mal Lou Bega gelungen. Und wenn man mich fragt, sehe ich in der zweiten Single des Herren noch mehr Potenzial eigentlich. Die ist irgendwie fluffig.

Marlon Roudette – Anti Hero (live @ neoParadise)
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Marlon Roudette

Dann, nettes Mashup. Hätte man auch selber draufkommen können. DJ Y alias JY war aber der erste. Cros aka dem Panda sein Sample von Bobby Hebbs Sunny mit dem Original gemischt, und dazu noch die Gorillaz drauf gepackt. Ergbnis: schön.

DJ Y alias JY – Sunny, Happy (Easy Part 2)

www.checkdissout.de

Ganz neues gibt’s unterdessen von John Legend, der für mich ja sowas ist wie der männliche Gegenpart zu Alicia Keys, nur leider nicht ganz so erfolgreich. Der hat sich mit Ludacris zusammengetan und eine astreine Schnulze komponiert. For the girls, lässt sich an dieser Stelle sagen.

John Legend feat. Ludacris – Best You Ever Had

John Legend

Schon wieder ein paar Wochen alt ist hingegen die neue Nummer von Chiddy Bang mit dem illustren Namen ‘Ray Charles’ und guter Laune im Gepäck. Das Album kommt Anfang März und verspricht einiges, das die Jungs auch halten können und werden. Ein Bild kann man sich schon mal vorab mit den Snippets auf amazon machen.

Chiddy Bang – Ray Charles

Chiddy Bang

Ebenfalls in den Startlöchern steht die neue Platte der Schweden Miike Snow, die vor zwei Jahren ja bereits ein recht hoffnungsvolles Debüt abgeliefert hatten. Auch die ersten zwei Tracks ‘Devil’s Work’ (schön verstörend) und ‘Paddling Out’ machen schon wieder einen sehr guten und vielversprechenden Eindruck. Mit ‘Black Tin Box’, dem dritten Albumanteaser, konnte ich dann aber weniger anfangen. Aber entscheidet selbst, was euch glücklich macht.

Miike Snow – Happy To You Teaser Tracks

www.miikesnow.com

Frisch draußen ist derweil schon, oder besser gesagt endlich, die Scheibe von Kraftklub. Finden, glaube ich, die meisten Music People entweder gut oder richtig kacke. Ich gehöre zu ersteren, warum weiß ich allerdings nicht so genau. Ich glaube es liegt im wesentlichen an den Texten und dem Flow, wie ein Hip Hoper sagen würde.

Kraftklub – Mit K

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Kraftklub

Und noch was, was die Meinungen spalten sollte. Im Zuge meiner monatlichen Plattenrezension, die ich für viel zu wenig Geld für viel zu viele Magazine schreibe, titelte ich: “Nicht überraschend dass, eher wie- nämlich ziemlich positiv” und meinte damit die neue Nummer von Nerina Pallot, ihres Zeichens Vocal Coach in Team Rea bei The Voice Of Germany. Ihr drittes Album überzeugt, wie die Single, mit dem Charme, den Lily Allen nicht hat. Ich finde, das trifft’s ganz gut.

Nerina Pallot – Put Your Hands Up

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Nerina Pallot

Und da wir gerade über weiblichen Pop sprechen, also ich, noch ein paar Worte zu Lana Del Rey, die ja gerade etwas gehypt wird. Ich muss sagen, ich bin zwiegespalten. Die Stimme nimmt mich mit, aber alles andere ist mir suspekt.In Amerika wurde jüngst ihre Passivität bei Auftritten kritisiert, wobei ich erst dachte es gehöre einfach zu ihrem Image und ihrer Art, die sie verkörpern möchte, bis sich Lana Del Rey höchstpersönlich mit dem Satz, “jeder hat doch mal einen schlechten Tag” rausreden wollte. Ich konnte jedenfalls keinen großen Unterschied zu ihrer Performance bei Inas Nacht oder Later with Jools feststellen.

Lana Del Rey – Video Games (live @ Later with Jools)

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Lana Del Rey

Sagen wir es so: ohne diese unbestritten besondere und einzigartige Stimme, wäre der Song, und vermutlich auch der Rest vom Album, das ganz nebenbei echt okay ist, wahrscheinlich so langweilig wie DSDS und alles was samstags um 20.15 Uhr gegen DSDS läuft.

In diesem Sinne, Freunde der Unterhaltung, abschließend noch die hochgradig tiefgehende Frage, mit Bitte um entwaffnend ehrliche Antwort: Klatschen oder Kamera halten?

xoxo



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