Verwirrende Gedanken
Thema: Verwirrende Gedanken
Verwirrende Gedanken in meinem Kopf. Eine bedenkliche Mischung aus Wut, Abneigung, Lust-und Hilflosigkeit. Last Friday Night war doch noch alles viel besser, würde Katy Perry sagen. Da hatte Philip Lahm auch noch nicht sein Buch rausgebracht. Mein Gott, was für ein Idiot! Biografie mit 27. Ist doch nicht Amy Winehouse. Nur der einzige deutsche Linksverteidiger, der zur Not auch rechts spielen kann.
Egal, was noch? Ich hatte mich auch noch nicht mit einigen Leuten unterhalten. Über menschliche Abgründe. Und so. Kommt man halt manchmal drauf, wenn alle guten Themen schon durch sind. Werde da dann immer leicht depressiv. Und es bestätigt mich in meiner gemeinen Meinung der Allgemeinheit gegenüber. Frustrierend. Wie schnell Stimmungen immer wieder schwanken können. Ich bin beeindruckt.
Jetzt zeigen sich die RTL-Proleten am Nebentisch auch noch die aufgenommenen Handyvideos der letzten Inszest-Familienfeier. Weiß nicht ob sie wirklich RTL schauen, aber so stell ich mir den typischen RTL-Seher eben vor. Klischees sind ja auch nur Klischees, weil sie immer wieder bestätigt werden. ANSTAND, FREUNDE, ANSTAND!
“Ich müsste ja nicht schreien, wenn Ihr Euch benehmen könntet.” Kraftausdrücke denke ich mir nur. ‘Deine Mutter-Witze’ wären zwar nicht unangebracht, würden die Situation aber mit Sicherheit eskalieren lassen. Zum Glück bin ich intelligent. K-L-U-K!
Auf der anderen Seite: Wenn intelligente Menschen immer nachgeben würden, würde ja alles nach der Pfeife der Dummen tanzen. Absurde Vorstellung. Allerdings befinden wir uns ja momentan auch in einer absurden Welt. Nur anders eben. Teufelkreis, verfickter Teufelskreis! Entschuldige den Kraftausdruck, Mama. Ich weiß, Du denkst manchmal deine Erziehung hätte hier versagt, aber Du hast mir viel mehr mit auf den Weg gegeben. Und das lässt sich bestimmt nicht anhand ein paar, mitunter vieler, provozierender Worte messen.
Ein weiteres Thema der letzten Woche: Provokation. Geht’s überhaupt noch ohne? Wir diskutieren über Musik und stellen es auf die Probe. Jetzt eskaliert es leider wirklich. Wir reden am Thema vorbei. Wortfetzen werden sich entgegen geschmissen. Auslöser im weitesten Sinne: Die Kunst eines Jazzy Jeff Live-Sets. Im engsten Sinne streiten wir aber über persönlichen Geschmack. Subjektives Empfinden. Emotionen, die man hat oder eben nicht.
Das Thema wird sinnentfremdet. Deswegen möchte ich übrigens auch nicht Musikredakteur werden, oder Kritiker. Viel zu viele von denen hören sich nämlich gerne selbst reden. Aber nicht so auf eine positive Art, weil sie etwas Interessantes zu erzählen hätten. Eher so mit sinnbildlich erhobenenem Zeigefinger.Das ist gut, weil…oder das ist schlecht, weil…
Vielleicht bin ich manchmal auch so. Vor allem in den Momenten, in den man sich nur noch Wortfetzen entgegen schmettert und sich die Stimme dabei hebt. Dann mag ich mich selbst nicht mehr, aber ich kann auch so schwer damit aufhören. Teufelskreis, verf***ter Teulfelskreis! Besser Mama? Aber auch albern, weil weiß ja jeder was gemeint ist…
Nun ja, worauf ich hinaus will ist, erstens will ich niemandem etwas aufzwingen. Ist ja keine Diktatur hier. Wem’s nicht gefällt, soll nicht wieder kommen. Das ist das Internet. Hier werden Meinungen publiziert. Und hier muss man sich auch nicht wundern, wenn angepisste Gamer die Internetseite von RTL hacken. Vor allem nicht wenn man sie vorher hart beleidigt hat, obwohl der eigene Elefant im Porzellanladen noch viel größer ist.
Bin übrigens auch Fän von Anonymus. Wenn ich hacken könnte, hätte ich die kack GEMA-Seite schon viel früher gehackt. Ist einfach ein scheiß Verbrecherverein. Selbsternannt und hart ungerecht in ihrer Vorgehensweise.
Als Musikliebhaber kann man Euch einfach nicht mögen, Freunde. Ihr macht mehr kaputt, als dass ihr musikalisches Gedankengut schützt. Ganz zu schweigen von der Verteilung der Gelder, dessen System bis zum Himmel nach Ungerechtigkeit und Willkür stinkt. Und sowas können echt nur Leute machen, die offensichtlich keine Musikliebhaber sind. Sage ich jetzt mal einfach. Anders kann ich mir es nicht erklären.
Das bringt mich jetzt zur abschliessenden Quintessenz, die, das muss ich gleich eingestehen, aber auch nicht neu für mich ist: Manchmal sollte ich einfach meine Schnauze halten. Einfach nur, um keine sinnlosen und mir zeitraubenden Diskussionen mehr führen zu müssen.
Am Ende siegt doch immer noch nur die Obrigkeit. Und oft war das Maximale was es dabei überhaupt nur rauszuholen gab, ein Pyrrhussieg des anderen. Super Metapher, wenn man jetzt noch mal an die Elefanten und den Porzellanladen denken mag.
In diesem Sinne schließe ich mit den Worten meiner möglichen 2.0 Kampagne zum Weltruhm:
Save the Porzellanladen!
xoxo
Seeed – Wonderful Life
Zur Information: Im Ernstfall werde ich einfach abstreiten diesen Text geschrieben zu haben und behaupten die GEMA hätte im Zuge eines Rachefeldzuges gegen Nicht-Sympathisanten auch meine Seite gehackt.





















