Nachdem die Herzen des geneigten Rockhörers die letzten Wochen höher schlagen, muss ich die Welt auch daran teilhaben lassen.Bei mir im Plattenschrank haben sich nämlich wieder ein paar neue ORIGINAL CDs eingefunden, die ich mit Freuden abwechselnd durchhöre.
Da wäre zum einen das neue Werk von GODSMACK, das auf den Namen ‚The Oracle‘ hört. Frischer, härter und ohrwurmiger als sein Vorgänger reihen sich eigentlich Hit an Hit, wenn man damit einverstanden ist, dass Sänger Sully Erna leider einen begrenzten Stimmumfang hat. Nichtsdestotrotz – rockt. Anbei die Live Version der Single. Leider haben Bassist und Gitarrist die Ausstrahlung eines Küchenschwamms, aber ansonsten…

Dann geht’s weiter mit dem neuen Baby von PAPA ROACH. Die sind ja in den letzten Jahren eher zurück als nach vorne gegangen, daher überrascht die Platte, die neben fünf neuen Songs noch einen Haufen Live Songs drauf hat, im positiven Sinne. Es sind wieder hymnenartige Tendenzen zu erkennen wie man sie von früher kennt. Mit Freuden habe ich festgestellt, dass die Band Teil der ‚Taste of Chaos‘ Tour ist, zu der ich im November nach München gehe. Ich habe mich an dieser Stelle für ‚Burn‘ entschieden, was zwar nicht die Single ist, aber meiner Meinung nach der beste Song auf ‚Time for Annihilation‘

Mit gemischten Gefühlen höre ich die neue DISTURBED mit dem Titel ‚Asylum‘. Nachdem die letzten drei von vier Alben in Amerika auf Nummer 1 eingestiegen sind und die Band damit in einen erlauchten Kreis vorgestoßen ist, kann das fünfte Studioalbum nur bedingt mit den großen mithalten. Es ist ein Disturbed Album, man weiß, was man bekommt und Draimans Stimme ist einfach einzigartig. Dazu absolut typische Gitarrenriffs von Dan Donegan, dem ich als einem der wenigen Metalgitarristen einen eigenen Stil zuschreibe. Dennoch ist außer dem Titeltrack und der Single ‚Another way to die‘ kein weiterer Hit zu erkennen, ich hoffe, dass das im Laufe der nächste 100 Anhörvorgänge besser wird. Trotzdem freu ich mich wie ein Baby auf den Headliner der ‚Taste of Chaos‘ Tour in München. Zur CD gibt’s übrigens eine beeindruckende Doku über 10 Jahre Disturbed. Anbei die Single.

Der Favorit meiner neuen Freizeitunterhaltungen ist eindeutig Stone Sour mit ‚Audiosecrecy‘, obwohl sie es mir nicht leicht gemacht haben. Ziemlich viele ‚Mädchenlieder‘ a la ‚Through Glass‘ mischen sich drunter, das muss ja nicht sein. Aber bei 17 (!!!!!) Liedern darf auch mal eins schlecht sein und die Metalsongs sind unglaublich eingängig und treffen den Fan Nerv zu 100 %. Corey Taylors Stimme ist einfach in Topform obwohl sie immer leicht falsch klingt, was aber so sein muss. Daher entsteht dieser dreckige Charakter der Songs, die ansonsten perfekt harmonisieren. Wenn jeder erstmal an Corey Taylor und Jim Root denkt, ‚die zwei von Slipknot‘, dann muss man darauf hinweisen, dass Ray Mayorga ein Wahnsinnsdrummer ist und Josh Rand ein Hammer Gitarrist. Zusammen mit Shawn Eckonomaki am Bass DIE Band 2010. Zur CD gibt’s eine Doku über die Entstehung des Albums, die durchaus eine humorvolle Basis hat. Schön anzuschauen.

Zum letzten meiner Beiträge gibt’s noch keine Platte, da Fred Durst anscheinend den Rekord von Axl Rose brechen will. Unterscheiden tut sichs nur in dem Fall, das Limp Bizkit bereits mit dem neuen Material auf Tour sind und ich hatte das Glück, dabei zu sein. Das Konzert war nämlich in einer fast ausverkauften Porsche Arena ein überraschend gutes. Ich hätte die Band nicht so gut erwartet, sowohl spielerisch als auch showmäßig. Abgesehen davon, dass die optisch so was von gar nicht zusammenpassen, passen sie musikmalisch umso besser zusammen, da machts auch nichts, dass jeder zweite Hook annähernd gleich ist. Wes Borland mal wieder unnachahmlich verkleidet und ein Gott an der Gitarre und unser Freddie, der auch mal im Publikum singt. Daumen hoch für dieses Konzert. Drei neue haben sich im Set versteckt, der Opener ‚Why try‘, ein Auf Die Zwölf Rocker, dazu noch mit ‘Walking Away’ eine Art Halbballade, die sehr gut daher kommt, und als letztes eines, das man besten vergisst, selten ein schlechteres Lied gehört. Jedenfalls wird die Platte, die ‚Gold Cobra‘ heißen wird, spannend anzuhören sein.
