Archiv für die Kategorie ‘Herr Werners Rockzipfel’

Herr Werner’s Rockzipfel Pt.2

Freitag, 12. Februar 2010

Van Canto

Manchmal fragt man sich als Anhänger der gitarrenlastigen Rockmusik, warum man erst eine halbwitzige (Quatsch) Comedy Sendung schauen muss, um einen Geheimtipp zu bekommen, der mit Ausstrahlung dieser Sendung diesen Status auch gleich verloren hat.

Zugegeben, a capella ist nicht jedermanns Sache, trotzdem muss man Respekt haben vor guten Stimmen und vor allem vor guten Ideen. Hierbei geht’s nicht nur drum, Metal Songs als a capella Version zu singen, sondern auch um die witzigen Arrangements im Hintergrund, wie zum Beispiel den Liedtitel mit zu verwurschteln.

Beeindruckend ist ebenfalls wie erstaunlich nah am Original die Lieder sind. Die Band besteht aus einem Leadsänger, einer Leadsängerin und drei Background Sängern. Der einzige ‚Musiker’ ist ein Schlagzeuger, der um sein Leben trommelt. Schön anzusehen. Da gefällt Leuten noch was sie tun.

Der Leadsänger schafft es auch, sowohl Manowar, als auch Metallica oder Iron Maiden authentisch rüberzubringen. Das kann nicht jeder. Auch sie steht dem in nichts nach und legt z.B. einen Nightwish Song nahezu perfekt aufs Parkett.

Van Canto – Battery (Metallica Cover)



Van Canto – Kings Of Metal (Manowar Cover)

Mittlerweile gibt’s zwei Platten, gemischt aus Coverversionen und eigenen Liedern. Auf jeden Fall anhörenswert, sei es nur um seinen Horizont zu erweitern.

Ich muss sagen, es gefällt mir eigentlich ganz gut, ab und zu nervts aber. Ich hab bisher sogar vermieden, die Eigenkompositionen anzuhören, selbstverständlich abgesehen von dem Song beim Quatsch Comedy Club, in dem allerdings auch Within Temptations ‚Frozen‘ verarbeitet war.

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Herr Werners Rockzipfel Pt. 1

Mittwoch, 23. Dezember 2009

Willkommen in einer neuen Rubrik. Und herzlich willkommen neuer und erster unregelmäßiger Gastschreiberling: the great ‘Herr Werner’ aka ‘Schacklihn’ aka mein Bruder.

herrwerner

Hey ho, let’s go…

***

Christmas Rock

Uns allen, denen Musik als Grundnahrungsmittel dient, geht jedes Jahr zu Weihnachten der Hut hoch, wenn uns wieder Last Christmas oder Feliz Navidad durch alle Sender und Radios verfolgt und wir George Michael schnulziges Wintermärchen Video sehen müssen.

Den Engländern geht es da offensichtlich ähnlich. Seit Jahren gibt es dort eine Castingshow mit dem Namen X-Factor, die passend zu Weihnachten eine ‚Heile Welt‘ Ballade an die Spitze der englischen Charts prügelt. Um dem entgegen zu wirken hat ein Engländer die Macht der neuen Medien genutzt und eine Facebook Gruppe gegründet, die dazu aufgerufen hat, den guten alten Gassenhauer von Rage against the Machine ‚Killing in the Name‘ runterzuladen und so den diesjährigen Casting Gewinner Joe McElderry zu verdrängen.

Die Gruppe hat inzwischen über eine Million Mitglieder und suchte den Song aufgrund der Zeile : ‚Fuck you I won’t do what you tell me‘ aus.

Nachdem diesen Samstag die offiziellen Charts bekannt gegeben wurden standen RATM mit 500.000 Downloads gegenüber 450.000 Von McElderry als Sieger fest und eroberten Platz eins der englischen Single Charts. Der Christmas Song (übrigens ein Miley Cyrus Cover !!!!!!) ist übrigens wie RATM von Sony Music veröffentlicht. Witzig.

Die Band ist begeistert von der Aktion (wen wunderts) und belohnt England im Sommer mit einem Gratis Konzert in London und spendet darüberhinaus alle Einnahmen für Obdachlose. Wer RATM noch kennt weiß, dass diese Aktion natürlich Wasser auf die Mühlen ihres Gesellschaftskritik Metals ist. So äußern sie sich jedenfalls bei BBC, nachzulesen hier.

Im Zuge ihres Erfolgs zeigen sie sich übrigens überraschend humorvoll und haben Mc Elderry als Host für das Konzert eingeladen. Der hingegen zeigt sich als großer Verlierer, indem er die Kampagne würdigte und folgendes sagte: ‘It’s been exciting to be part of a much-hyped battle and they definitely deserve congratulations.’

Damit hat er ja alles gesagt. Jetzt sind wir dran!

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