Ich muss zugeben, Michael Kiwanuka sagte mir zwar was, aber ich habe mich noch nicht mit der Musik beschäftigt. Vermutlich deswegen weil es irgendjemand gepostet hat, den ich nicht gerade für seinen Musikgeschmack schätze, keine Ahnung, ich habe keine andere, geschweige denn bessere Erklärung. Jedenfalls flatterte jüngst sein Album in mein Postfach, und da ich gerade jede Gelegenheit nutze meine Kopfhörer aufzusetzen und mich von der Außenwelt abzuschotten, habe ich da dann auch mal reingehört. Schön, kann und muss ich sagen. Irgendwo zwischen R’n'B, Soul und Singer-Songwriter Musik. Leg’ ich bestimmt mal auf wenn ich mich mal wieder in eine Prostituierte verliebt habe und einen auf Romantik machen möchte. Vielleicht bekomme ich sie damit rum, oder zumindest Rabatt.
In diesem Sinne, Liebe ist Liebe ist Liebe, und so…
“Home Again” erscheint kommenden Freitag, den 09.03. und darf bei Gefallen auch gerne gekauft werden.
Nachdem ich in letzter Zeit ausschließlich Texte schreibe, die ich nur schwer veröffentlichen kann, weil, naja, da so Sachen drin stehen, die, naja, irgendwie derzeit nicht wirklich dafür geeignet sind von irgendeiner Öffentlichkeit gelesen zu werden, beschäftige ich mich an dieser Stelle einfach weiter mit dem einzig richtigen: Musik. Davon gibt’s gerade nämlich wieder ‘ne ganze Menge, die mich mit nimmt.
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Obwohl, der Text mit dem Titel <<Liebe ist der Endgegner>> würde eigentlich ganz gut zum Valentinstag passen. Also von den asiatischen Prostituierten mal abgesehen. Egal, ich kann’s einfach nicht tun. Muss man warten bis ich endlich dieses Buch über einen erfolglosen Mittzwanziger veröffentliche. Möglicher Titel: <<Zu viele Bäume, zu wenig Wald.>>
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Ebenso überragend wie das Buch wird, ist schon diese Free EP von Brother Ali, den ich spätestens seit ‘Crown Jewel’ auf dem Schirm hatte. Dachte immer der wäre schwarz, weil die Stimme so smooth ist, aber da habe ich mich mal fett getäuscht, wie ich soeben feststellte als ich mal ein Bild des Herren gegoogelt habe.
Zur EP ‘The Bite Marked Heart’: ich wippe seit dem ersten Song mit, und fühle mich als ob ich das Album zum hundertsten Mal höre. Unfassbarer Flow. Instrumental äußerst schön. Bin spontan ganz großer Fän und werde mir gleich blind alle bisherigen Alben des Amerikaners runterladen! Ich glaube, da kann ich nichts falsch machen. Ganz große Empfehlung also!
Wer es mir gleich tun möchte und sich nicht scheut für so großartige Musik auch Geld auszugeben, kann das z.B. hier tun:
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Dann, ebenfalls Räp und fät: Chiddy Bang. Album kommt Anfang März und fiebere bereits darauf hin. Nach ‘Ray Charles’ gibt’s jetzt neuen noch ‘nen neuen Song mit Video. Schönes Sample, schöner Track!
Chiddy Bang – By Your Side
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Und wenn wir gerade schon bei der Musik des gesprochenen Wortes sind, es gibt endlich auch wieder Neues von Asher Roth. Naja, eigentlich gibt’s das Mixtape ‘Pabst & Jazz’, das die Wartezeit auf Ashers neues Album ‘Is This Too Orange?’ verkürzen soll, schon seit Ende letzten Jahres. Zum Track ‘Dope Shit ‘ folgte dann aber die Tage auch Videomaterial, das wiederum nach kurzer Zeit in unserem Land nicht mehr verfügbar war. Danke YouTube, ähm GEMA!
Muss man halt doch ohne bewegte Bilder zurecht kommen, oder selber suchen.
Genrewechsel. Charlie Winston, seines Zeichens sowas wie ein Singer-Songrwriter hat ebenfalls ein neues Album in den Startlöchern. Single dazu finde ich schön und hört sich so an:
Charlie Winston – Hello Alone
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Auch neu, dafür aber schneller, rockiger und auf deutsch, steht das Album ‘Chor der Kaputten’ von Benzin, Freunde des Hauses sozusagen, in den Plattenregal und Online-Mediatheken dieser Welt. Single dazu ist folgende. Ich persönlich finde, man muss sie ein paar mal hören bis es klick macht.
Benzin – Schutt und Asche
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Wer hingegen die 90er mag, findet mit dem neuen Mixtape unseres Freundes DJ Reg sein Glück.
DJ Reg – Tresor 2012 Mixtape
Das Download-Limit ist zwar bald erreicht, aber da kommt dann bestimmt bald ein neuer Link auf seiner Homepage.
Zu guter Letzt noch was, was eigentlich, wenn man ehrlich ist, weniger mit Musik zu tun hat. Jedenfalls kenne ich niemanden, mich eingeschlossen, der ein Album von Ok Go besitzt. Dafür kennt aber die ganze (Musik)Welt ihre Videos, weil die sind zugegebenermaßen schlicht herausragend kreativ. Daher, zurück lehnen und staunen, again.
Ok Go – Needing/Getting
Wem der Song auch gefallen hat, findet hier weitere musikalische Ergüsse:
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Ich darf unterdessen verkünden, dass ich jetzt in Autos mache…
…während David Guetta fieberhaft am neuen Album arbeitet.
In diesem Sinne, Freunde, immer auf den richtigen Ton achten, wisst Ihr Bescheid.
xoxo
Aloha und Helau, oder so. Zeit für neue, gute Musik. Anfang des Jahres gibt’s davon ja traditionell ‘ne Menge, Stichwort Nachweihnachtsgeschäft. Oder halt gar kein Weihnachtsgeschäft. Wie auch immer, ist ja eigentlich auch egal.
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Fangen wir einfach an. Und zwar mit Räp, wie ich ihn mag. Sehr tightes Album hat Evidence da mit ‘Cats & Dogs’ abgeliefert, höre ich regelmäßig. Vor allem ‘Red Carpet’, aber auch die neue Single ‘Falling Down‘.
Evidence – The Red Carpet
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Auch Hoch im Kurs: Mac Miller. 2012 endlich auf etwas größerer Tour durch Deutschland und hier mit seinem neuen Song, der auch einer meiner Favourites vom Album ist.
Mac Miller – Of The Soul
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Dann, leider geil, wie Deichkind sagen würden, die neue von Marlon Roudette, früher Mattafix. Fande es ja schon fast bewundernswert, dass der tatsächlich zwei One-Hit-Wonder gelandet hat. Und das mit einem Abstand von satten fünf Jahren. Das ist nicht mal Lou Bega gelungen. Und wenn man mich fragt, sehe ich in der zweiten Single des Herren noch mehr Potenzial eigentlich. Die ist irgendwie fluffig.
Marlon Roudette – Anti Hero (live @ neoParadise)
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Dann, nettes Mashup. Hätte man auch selber draufkommen können. DJ Y alias JY war aber der erste. Cros aka dem Panda sein Sample von Bobby Hebbs Sunny mit dem Original gemischt, und dazu noch die Gorillaz drauf gepackt. Ergbnis: schön.
Ganz neues gibt’s unterdessen von John Legend, der für mich ja sowas ist wie der männliche Gegenpart zu Alicia Keys, nur leider nicht ganz so erfolgreich. Der hat sich mit Ludacris zusammengetan und eine astreine Schnulze komponiert. For the girls, lässt sich an dieser Stelle sagen.
John Legend feat. Ludacris – Best You Ever Had
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Schon wieder ein paar Wochen alt ist hingegen die neue Nummer von Chiddy Bang mit dem illustren Namen ‘Ray Charles’ und guter Laune im Gepäck. Das Album kommt Anfang März und verspricht einiges, das die Jungs auch halten können und werden. Ein Bild kann man sich schon mal vorab mit den Snippets auf amazon machen.
Chiddy Bang – Ray Charles
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Ebenfalls in den Startlöchern steht die neue Platte der Schweden Miike Snow, die vor zwei Jahren ja bereits ein recht hoffnungsvolles Debüt abgeliefert hatten. Auch die ersten zwei Tracks ‘Devil’s Work’ (schön verstörend) und ‘Paddling Out’ machen schon wieder einen sehr guten und vielversprechenden Eindruck. Mit ‘Black Tin Box’, dem dritten Albumanteaser, konnte ich dann aber weniger anfangen. Aber entscheidet selbst, was euch glücklich macht.
Frisch draußen ist derweil schon, oder besser gesagt endlich, die Scheibe von Kraftklub. Finden, glaube ich, die meisten Music People entweder gut oder richtig kacke. Ich gehöre zu ersteren, warum weiß ich allerdings nicht so genau. Ich glaube es liegt im wesentlichen an den Texten und dem Flow, wie ein Hip Hoper sagen würde.
Kraftklub – Mit K
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Und noch was, was die Meinungen spalten sollte. Im Zuge meiner monatlichen Plattenrezension, die ich für viel zu wenig Geld für viel zu viele Magazine schreibe, titelte ich: “Nicht überraschend dass, eher wie- nämlich ziemlich positiv” und meinte damit die neue Nummer von Nerina Pallot, ihres Zeichens Vocal Coach in Team Rea bei The Voice Of Germany. Ihr drittes Album überzeugt, wie die Single, mit dem Charme, den Lily Allen nicht hat. Ich finde, das trifft’s ganz gut.
Nerina Pallot – Put Your Hands Up
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Und da wir gerade über weiblichen Pop sprechen, also ich, noch ein paar Worte zu Lana Del Rey, die ja gerade etwas gehypt wird. Ich muss sagen, ich bin zwiegespalten. Die Stimme nimmt mich mit, aber alles andere ist mir suspekt.In Amerika wurde jüngst ihre Passivität bei Auftritten kritisiert, wobei ich erst dachte es gehöre einfach zu ihrem Image und ihrer Art, die sie verkörpern möchte, bis sich Lana Del Rey höchstpersönlich mit dem Satz, “jeder hat doch mal einen schlechten Tag” rausreden wollte. Ich konnte jedenfalls keinen großen Unterschied zu ihrer Performance bei Inas Nacht oder Later with Jools feststellen.
Lana Del Rey – Video Games (live @ Later with Jools)
Sagen wir es so: ohne diese unbestritten besondere und einzigartige Stimme, wäre der Song, und vermutlich auch der Rest vom Album, das ganz nebenbei echt okay ist, wahrscheinlich so langweilig wie DSDS und alles was samstags um 20.15 Uhr gegen DSDS läuft.
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In diesem Sinne, Freunde der Unterhaltung, abschließend noch die hochgradig tiefgehende Frage, mit Bitte um entwaffnend ehrliche Antwort: Klatschen oder Kamera halten?
Knapp zwei Jahre nach ihrem Debüt schmeißen Miike Snow ihre neue Single auf den Markt. Und die kann sich mal wieder hören lassen. Das Album dazu kommt hoffentlich auch bald. Enjoy!
Da ist es. Wochenlang fiebere ich schon darauf hin. Das neue Werk von The Roots, einer meiner absoluten Lieblingsbands. ‘Undun’ heißt das gute Stück und bereitet mir auf Anhieb gleich große Freude. Bin einfach Fän, und hoffe das wird sich niemals ändern.
Noch jedenfalls konnten mich The Roots nicht enttäuschen. Vor allem was die Kompaktheit ihrer Alben angeht, schippern die Herren auf den ganz großen Gewässern. Ich möchte gerade echt einfach nicht mehr damit aufhören die Platte zu hören. Zu sehr nimmt sie mich mit und füttert meine Seele mit wohltuender Ruhe.
Die Steigerung der Dramaturgie sucht ihresgleichen. Schon seit geraumer Zeit habe ich das bei einem Album von Anfang bis Ende nicht mehr erlebt. Ich lasse mich abschließend sogar dazu hinreißen, zu sagen, dass ‘Undun’ geradezu erstrahlt. In voller Pracht.
Überzeugt euch selbst, hier auf NPR Music gibt’s das Album im Full Stream zum Vorhören. Im Laden steht’s dann ab dem 6. Dezember.
p.s.: Wer das hier noch nicht kennt, ich kann es nur empfehlen. Eine halbe Stunde, die jedes Musikliebhaberherz bereichert.
Hennessy Artistry presents ‘The Art of Blending’
-> vimeo.com/25412226 (Das Einbetten des Videos ist leider deaktiviert, deswegen einfach auf den Link klicken)
Ich freue mich für den Typ. In der ersten Woche nach seinem Release der neuen Platte in den U.S.A. schon knapp 150.000 Tonträger verkauft. Das ist für heutige Verhältnisse verdammt gut. Ich bin jetzt schon seit einiger Zeit Fän des Nachwuchs-Rappers. Endlich mal wieder einer der mit seinen Tracks Spuren in meinem Leben hinterlässt. Sein Mixtape ‘Best Day Ever’ kann man einfach immer hören, wenn man gute Laune hat oder braucht. ‘Wear My Hat’ hat sich sogar zu einem meiner Lieblingssongs gemausert. Und ‘Nikes On My Feet’ ist eh fast schon ein Klassiker für alle Sneaker-Verrückten. Kurzum: Knaller-Typ, gute Mucke, schöne Reime. Sollte man auf jeden Fall mal anhören, sofern noch nicht geschehen.
Bisher ging’s ja eher ne Nummer ruhiger zu, dem Marihuana-Konsum angepasst. Auf ‘Blue Side Park’ lässt der gute Mac aber auch mal ordentlich Dampf ab. Ich war fast ein bisschen überrascht, dass der überhaupt so schnell rappen kann. Lag beim ersten Mal anhören schon im Bett und war auf schlafen eingestellt. Hat nur bedingt gepasst. ‘Blue Side Park’ geht deutlich mehr nach vorne als der Mac, wie man ihn bisher kannte. Trotzdem immer noch erste Sahne was er da abliefert, nur ein bisschen anders eben. Ich glaube das nennt man Entwicklung.
Schön, dass der amerikanische Plattenkonsument das auch in dieser Form honoriert. Mac Miller ist zwar noch sehr jung, aber es hat jetzt auch zwei Free Mixtapes und vereinzelte, teilweise auf bekannte Samples gerappte Tracks gebraucht, um diesen Status endlich zu erreichen. Kann man nur hoffen, dass es auch so weiter geht. Bis dahin Freunde, erfreuet euch an dem vorhandenen, es lohnt sich. True story!
Hier die Appetizer, erst die Single, dann meine drei Favs:
Mac Miller – Frick Park Market
Mac Miller – Under The Weather
Mac Miller – Smile Back
Mac Miller – Of The Soul (Teaser)
Zum restlichen Prelistening geht’s zum Beispiel hier, und wer schon überzeugt ist, klickt einfach hier .
Ich muss gleich zugeben, dass mir Yelawolf eine gefühlte Ewigkeit nichts gesagt, beziehungsweise mich nicht interessiert hat. Hab mich da vom äußeren Erscheinungsbild blenden lassen und voller Vourteile gedacht, das kann nix sein. Weißer Rapper mit Punk-Frisur aus dem Süden der U.S.A.- klingt auf Anhieb auch nicht so pralle.
Jedenfalls wurde ich diesen Sommer eines besseren belehrt. Habe einen Mitschnitt von seinem Auftritt auf dem diesjährigen SPLASH-Festival gesehen. Konnte gar nicht wegschalten. Eine klassische Hip Hop Show, bei der der DJ nicht nur als Dekoration im Hintergrund rumstand. Absolut fette Geschichte. Seitdem bin ich Fän.
Nächsten Freitag kommt das neue Album ‘Radioactive’ und hier kann man schon mal reinhören. Mache ich jetzt auch. Viel Spaß.
Tracklist
01. Radioactive (Intro)
02. Get Away (Feat. Shawty Fatt & Mystikal)
03. Let’s Roll (Feat. Kid Rock)
04. Hard White (Up In The Club) (Feat. Lil Jon)
05. Growin’ Up In The Gutter (Feat. Rittz)
06. Throw It Up (Feat. Eminem and Gangsta Boo)
07. Good Girl
08. Made In The U.S.A.
09. Animal (Feat. Fefe Dobson)
10. The Hardest Love Song In The World
11. Write Your Name
12. Everything I Love The Most
13. Radio
14. Slumerican Shitizen (Feat. Killer Mike)
15. The Last Song
Ich muss mal eine Lanze brechen, und zwar für Snow Patrol. Ich bin Fän. Und das nicht nur weil ich eine gute Ballade zu schätzen weiß. Vor ein paar Jahren, nach ihrem großen Hit ‘Chasing Cars’ haben die Jungs mal auf dem Southside geheadlined. Parallel zu den Fantastischen Vier. Hatte zur Folge, dass vor der Bühne fast schon gähnende Leere herrschte. Ich war ein Teil davon.
Zugegebenermaßen kann ich aber auch nicht wirklich was mit den Fantas anfangen. Finde die okay, und kann auch eigentlich nichts schlechtes sagen, aber sie sind halt einfach nicht mein Fall. Smudo finde ich ist ein super Typ, Thomas D. auch irgendwie, aber den einzigen Song, den ich mir mal so privat anhöre ist ‘Einfach sein’. Live muss ich das aber wirklich nicht sehen, reicht mir schon, dass die Fantas, zusammen mit Fettes Brot, so eine Art Legitimation des deutschen Raps für die Popmusik darstellen. Auch wenn wir alle wissen, dass richtig rappen etwas anderes ist.
Deswegen stand ich also damals, wie schon gesagt, lieber bei Snow Patrol. Und ich war damals auch schon positiv überrascht. Dafür dass die Herren ja hauptsächlich auf die Tränendrüse drücken, war die Show ganz schön rockig. Kann man sich so erstmal gar nicht vorstellen, ich weiß. Selbes gilt übrigens auch für Coldplay, deren neues Album Mylo Xyloto ich gerade auch rauf und runter höre.
‘Fallen Empires’, die neue Scheibe von Snow Patrol, kommt erst diesen freitag raus, wurde mir aber freundlicherweise schon vor ein paar Tagen vom Label zum Prelistening bereit gestellt. Komplett reingehört habe ich dann gestern und ich muss jetzt einfach mal sagen, dass ich sofort deeply in love verfallen bin.
Die Single ‘Called Out In The Dark’ hatte sich schon vor ein paar Wochen wurmtechnisch in meinen Ohren eingenistet. Klassischer Grower der Song. Beim ersten Mal denkt man sich noch gar nichts, und schon kurze Zeit später fragt man sich dann, von wem ist der Track noch mal? Den brauche ich unbedingt!
Das Video ist übrigens auch super und mit dem Schauspieler aus ‘Coupling’, dem gar nicht so unwitzigen englischen Serienabklatsch von ‘Friends’:
Snow Patrol – Called Out In The Dark
Dreizehn weitere Songs von ungefähr diesem Kaliber befinden sich noch auf dem Album. Vielleicht ist keiner davon so ein Highlight wie ‘Chasing Cars’, aber sie fließen alle so herrlich unangestrengt durch einen hindurch, wenn Ihr wisst was ich damit meine. Es fühlt sich an wie eine einsame Autofahrt durch eine Großstadt, die man vorher noch nie gesehen hat. Wie ein melancholischer Kinofilm ohne Happy Ending. Wie ein Sonnenaufgang nach einer sehr dunklen und langen Nacht. Irgendwie traurig, aber doch schön. So schön, dass man grinsen muss. Warum weiß ich nicht. Dafür weiß ich aber eines, wenn irgendetwas auf der Welt keine Erklärung braucht, dann Schönheit!
In diesem Sinne, Freunde der wohklingenden und sanften Töne, ‘Fallin Empires’ ist Balsam für die Ohren. Glaubt mir oder lasst es, ich kann auf jeden Fall damit leben.
xxx
UPDATE
Hier gibt’s das Album im Prelistening (one minute snipptes):
So wahr ich hier schreibe, ich bin ja gar kein Clueso Fän. Finde es musikalisch über weite Strecken sogar eher unerträglich. Geschmackssache jetzt, klar. Ein Stück weit aber auch einfach Antipathie. Und ein bisschen Angst er könne der neue Grönemeyer werden. Wobei der ja wenigstens noch n richtige Type ist.
Egal, ich wäre nicht ich, wenn ich trotz grundsätzlicher Abneigung nicht auch Zugeständnisse machen könnte. Zum Beispiel das, dass die neue Clueso Single wirklich gut ist. Vor allem wegen der Songzeile, ‘…bei uns steht zwischen einer Zeile mehr, als man in einem Buch lesen kann’. Finde ich großartig. Ebenso wie die Komposition. Und das erkenne ich hiermit auch gerne an. Da hab ich ja überhaupt keine Probleme mit. Kann sich jetzt auch der größte Hater von mir noch wenigstens eine Scheibe abschneiden.
Clueso – Du bleibst
Ach was wäre die Popmusik ohne Liebe? Jetzt mal ernsthaft! Und ich rede nicht von der Liebe zur Musik, die man braucht um gute zu machen, ich meine jetzt ausschließlich mal die, die besungen wird.
Gib mir einen guten Catchphrase im Refrain und singe lalala, dann wirst Du ziemlich viele Menschen damit berühren, weil sie sich gerade darin wiederspiegeln können. Und das ja wirklich immer.
Liebe kommt und geht, Lovesongs bleiben. So einfach kann es sein.