Artikel der Kategorie ‘soundtrack’
Public Enemies
Gestern Abend ist eine Serie gerissen: ich habe den ersten schlechten Film mit Johnny Depp gesehen!
Bisher hatte sich es immer bewährt Johnny Depp Filme anzuschauen. Entweder der Film war dufte oder er hat abartig gut gespielt. Was wohl insgesamt auch damit zu tun hatte, dass der gute Johnny seit ‘Cry Baby’ (1989) ausschließlich Filme spielt, die er mag. So hatte er im Laufe der vergangenen 20 Jahren Hauptrollen in z.B. Dracula, Robin Hood, Thelma & Louise, Speed, Legenden der Leidenschaft oder auch Titanic einfach abgelehnt.
Warum er das nicht auch bei Public Enemies getan hat, hat mich jetzt im Nachhinein ehrlich gesagt ein wenig verwundert. Selbst seine Rolle des John Dillinger war für ‘Johnny Depp Verhältnisse’ einfach nicht supergut gespielt, was aber vielleicht auch einfach mit der Rolle an sich zu tun hatte. Die ganze Geschichte basiert wohl auf ner wahren Begebenheit. Wie wahr die jetzt genau ist weiß ich nicht, nur dass sie nicht unbedingt vor Spannung strotzt und hätte jetzt auch nicht zwingend erzählt werden müssen.
Aber wie auch immer- es gab trotzdem ein Highlight- und zwar von diesem Mann, dessen Gesicht zu gefühlten 97% aus Bart besteht…
…und zwar mit diesem Song, der zugegebenermaßen noch besser wirkt, wenn Johnny & Co. dazu gerade in ne Bank marschieren und diese ausrauben. Muss man sich halt vorstellen jetzt
Otis Taylor – Ten Million Slaves
Sky and Sand
Im Moment über ne Statusnachricht im Skype aufmerksam geworden und passt auch ganz geil zum ‘faulen Sonntag’:
Paul & Fritz Kalkbrenner – Sky and Sand
Außerdem auch sehr geiles Video (für elektronische Musik ja eher ungewöhnlich)- aber liegt glaub ich daran, dass das ausschließlich Bilder aus dem Film Berlin Calling sind. Der ist warum auch immer total an mir vorbeigegangen. Das Video hat mir jedenfalls spontan Lust auf mehr gemacht…werd ich direkt mal checken.
Die Kurzbeschreibung auf der offziellen Homepage hört sich auch schon mal vielversprechend an:
Der Berliner Elektro Komponist Martin (Paul Kalkbrenner), genannt DJ Ickarus, tourt mit seiner Managerin und Freundin Mathilde (Rita Lengyel) durch die Tanzclubs der Welt und sie stehen kurz vor ihrer größten Albumveröffentlichung. Als Ickarus jedoch nach einem Auftritt im Drogenrausch in eine Berliner Nervenklinik eingeliefert wird, kommen alle Pläne durcheinander – Eine Tragikomödie im Berlin von heute.
Auch sehr geiler Running Gag (der Fachbegriff ist vermutlich anders, weil im Prinzip ist es glaub ich auch gar kein Gag- also nur Running quasi…), dass Martin immer andere Retro Fußball Trikots anhat. Der ist wie ich vor vier Jahren- das find ich symphatisch
New Divide
Und schon wieder ‘new funky shizzle’ – dieses Mal von einer meiner absoluten Lieblingsbands: Linkin Park.
Die neue Single ‘New Divide’ kommt wohl auch übermorgen schon raus und knüpft gnadenlos am Stil des letzten Albums an. Außerdem ist sie Teil des ‘Tranfomers’-Soundtracks (von Hans Zimmer by the way) und deswegen hab ich mich entschieden mal die youtube Version mit passenden Bildern dazu zu veröffentlichen.
Ein neues Album soll angeblich auch noch dieses Jahr erscheinen- dufte wärs auf jeden Fall! Ich freu mich bis dahin schon mal auf Linkin Park live am 30.07. auf dem Canstatter Wasen (ist glaub ich auch das einzige Deutschland Konzert dieses Jahr).
Sinnerman
Dieser Song ist nicht nur zu unrecht zu unbekannt (und deswegen werd ich gelegentlich mal wenn ich ihn spiel auch etwas strange angeschaut…), sondern einer der ersten Tracks die mich auf den Geschmack elektronischer Musik gebracht haben. Ein Meilenstein meiner Musikentwicklung sozusagen.
Daher kann ich mich auch noch genau erinnern, wo der drauf war: auf der Compilation ‘Verve Remixed 2′ Lied 2 der zweiten CD. Die lief früher in meiner Schicht im Cafe.com (R.I.P.) in Esslingen quasi rauf und runter. Und beim aufräumen wurde bei Lied 2 auch schon mal gerne auf Repeat gedrückt.
Daraufhin hab ich mir das Felix Da Housecat Album ‘The Kittenz & The Glitz’ auf Platte gekauft und war schon zeimlich beeindruckt. Ein paar Monate später hat der dann auch mal im Zapata bei der Housesession gespielt und ich war aufgeregt wie Bolle. Musikalisch wurde ich zwar nicht enttäuscht, dafür aber menschlich. Der gute Felix war nämlich leicht gelangweilt, hat ohne Übertreibung kein! einziges Mal ins Publikum geschaut, emotionslos seinen Stiefel runtergespielt und war zwei Minuten nach Ende seines Sets schon aus dem Laden verschwunden. Danach hat glaub ich sogar noch der RAM aufgelegt- ich war aber leider nicht mehr so richtig hochzubringen. Auch die zwei, drei Mörder-Tracks, die die Hauskatze damals gespielt hat, hab ich leider bie heute nie irgendwo gefunden…
Nichts desto Trotz (is ja leider oft so- da mag man jemand musikalisch und menschlich ist er ein totaler Arsch oder auch gern mal andersrum- ist auch nicht wirklich besser…) ist dieser Track einer meiner ‘Alltime-Favourites’, die ich immer und überall hören kann.
Nina Simone – Sinnerman (Felix Da Housecat’s Heavenly Remix)
Und hier nochma mit offiziellem Video (was allerdings auch wieder eher ein Beweis dafür ist, dass die elektronische Fraktion in Sachen Musikvideos irgendwie nicht so ganz toll aufgestellt ist- aber ich hab auch schon schlechtere gesehen
– wollts halt einfach dazu liefern…)
Nina Simone – Sinnerman (Felix Da Housecat Remix) – MyVideo
Und das Original zum Vergleich (in der 10 Minuten Best Of Album-Version):
Nina Simone – Sinnerman
Das Sample taucht auch immer mal wieder gern in anderen Tracks auf (siehe diesen Post auf Chromemusic.de)- aber leider weiß halt nie jemand von wem das ist. Zum Beispiel hat der Timbaland das als Intro zu seinem letzten Album ‘Shock Value’ verwendet und einfach ein ‘Oh Timbaland’ drüber gelegt. Fand ich- abgesehen davon, dass ich entegegen einer sehr großen Anti-Timbaland-Fraktion Timbaland schon immer irgendwie cool fand- einfach deswegen schon gut weil ich mich bei Lied 1 schon gefreut hab und auch der damalige typische Sonnenbrillen-und-Holzfällerhemd-Träger (kleiner Bruder vom Ed Hardy-Träger) dann auch mal ne coole Melodie auf seinem I-Pod hatte. Das Warum ist manchmal einfach nicht so wichtig…
p.s.: Die Nummer wurde übrigens auch in dem Remake von ‘Miami Vice’ mit Jamie Foxx und Colin Farrell verwendet- kommt direkt nach fünf Minuten als die beiden irgendjemand durch nen Nachtclub in Miami verfolgen. Erst kommt Linkin Park & Jay-Z – Numb Encore und dann mischt der DJ da sauber den Remix rein. Da hatte der Film einfach schon nen dicken Stein bei mir im Brett!
Street Life
Hab mich gerade spontan für eine neue Rubrik entschieden. Diese wird ‘Forgotten Tunes” heißen und sich mit Liedern beschäftigen, die aus welchen Gründen auch immer, mal in Vergessenheit geraten sind. Der erste ist von den Crusaders und Randy Crawford aus dem Jahre 1979 und war z.B. auch mal in Quentin Tarantino’s Jackie Brown vertreten.
Ich freu mich immer wenn ich den Song irgendwo hör- hab das aber bestimmt ein Jahr nicht mehr bis ich gerade einen Aperol-Werbespot im Fernsehen gesehen hab, wo dieses Lied im Hintergrund zu hören ist. Spontan hab ich auch wieder Lust auf einen Aperol Sour (hab ich bestimmt auch ein Jahr nicht mehr getrunken). Da haben die “zwölf-Jahre-Marketing-studierten-Werbefüchse” von Aperol ja mal ganze Arbeit geleistet…
Crusaders & Randy Crawford – Street Life
Spun, Zwan & Cameo
Hä? Das fragen sich vielleicht ein paar bei der Überschrift.
Also Spun ist ein Film aus dem Jahre 2001 mit Mickey Rourke, Brittany Murphy und noch ein paar anderen bekannten Gesichtern. Der ganze Streifen ist komplett abgedreht, alle Darsteller sie dauernd auf Drogen und die Handlung macht dementsprechend nicht immer Sinn. Mickey Rourke läuft auch die meiste Zeit in weiß mit weißen Cowboy-Stiefeln und weißem Cowboy-Hut durch die Gegend, verprügelt hier mal jemand und mischt dort mal etwas Meth zusammen. Also kurzum ne ganz geile Nummer eigentlich.
Meine Lieblingsszene ist allerdings die, wo Mickey Rourke’s ‘Assistent’ gerade mit seiner ‘Freundin’ in irgendeinem billigen Motel zugange ist, als er plötzlich telefonisch einen neuen Auftrag erhält, sofort aus dem Zimmer stürmt und seine ans Bett gefesselte Alte halt nicht los macht, sondern ihr -völlig auf Drogen- stattdessen nen Socken in den Mund steckt. Da er aber nicht möchte, dass sich seine nackte, gefesselte und mittlerweile auch stumme Schnalle langweilt während er weg ist schmeißt er kurzerhand noch den CD-Spieler an und knallt dann die Tür hinter sich zu. Die CD fängt dann aber leider an zu springen und hört irgendwie bis zum Ende des Films glaub ich auch nicht mehr auf…
Also falls ich jemals Mitglied einer Mafia-ähnlichen Verbindung werden sollte und Informationen aus jemand rausquetschen muss, werde ich auf diesen Move zurückgreifen. Bei Flo Rida’s Right Round oder Lady Gaga’s Poker Face auf Dauer-Repeat wird jeder irgendwann nachgeben und singen wie ein Kanarienvogel. Und mit Sicherheit würden mir da bis ans Lebensende die Tracks nicht ausgehen. Und nebenbei könnte man es vielleicht auch noch vermarkten- so mit ‘Best-of-Folterhits-Compilations’ zum Beispiel.
Aber jetzt komm ich vom Thema ab…
In Spun kommen jedenfalls auch einige Cameos vor, was wie ich gerade rausgefunden hab nicht nur die Originalinterpreten von ‘Word Up’ also known as the Melodie von Jan Delay’s Türlich Türlich Cover sind, sondern auch ein Begriff aus der Filmbranche ist. Dieser beschreibt einen Kurzauftritt eines bekannten Künstlers, der oft so kurz ist, dass er meistens noch nicht mal im vor- oder Abspann erwähnt ist. Aktuelles Beispiel dafür wäre zum Beispiel das kurze Erscheinen von Linkin Park Sänger Chester im Film Crank 2 (und Crank 1 auch…). Oder wie in dem Fall von Spun der Kurzauftritt von Smashing Pumpkins Sänger Billy Corgan, der auch den Soundtrack zusammenstellte.
Und damit bin ich beim eigentlichen Thema: Coverversionen (Ja etwas lang ausgeholt vielleicht
).
Billy Corgan’s damalige Band Zwan hatte nämlich den Iron Maiden Klassiker ‘Number Of The Beast’ gecovered, akustisch interpretiert und damit auch den Film eröffnet.
Zwan – Number Of The Beast
und hier noch der Vergleich zum Original:
Iron Maiden – Number Of The Beast
Bei Iron Maiden fällt mir noch ein, dass ich diesen jungen Mann namens Blaze Bayley,
seines Zeichens ehemaliger Sänger der Band, mal in meinem damals schon vermüllten und versifften Golf samt seinem Manager zur Kreissparkasse nach Reichenbach gefahren hab. Der Blaze war auch echt nett, im Gegensatz zu seinem Manager, der war irgendwie nicht ganz so gut drauf…














