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Is it a monster?
Den Track hab ich früher abartig gefeiert, das erste Mal im Partyzelt auf dem Southside Festival gehört und danach irgendwo als Electro Remix. Da hab ich dann echt Stunden vorm Internet verbracht den aufzutreiben, bis ich mir schlussendlich die Vinyl aus Australien bestellt hab, weil der Mix nirgendwo anders zu bekommen war. Kaum war die Scheibe da, hab ichs als mp3 gediggt und ins Plattenregal gestellt, wo sie bis heute friedlich vor sich hin staubt.
Ich hab eh so viel geile Platten daheim, die ich einfach nicht mehr auf den Plattenspieler werfe. Keine Zeit, keine Lust, zuviel Aufwand. Was ein leidiges Thema. Da steht so viel schönes und teures im Regal, was direkt nach dem Kauf schon ein vielfaches seines Kaufwerts verloren hat und quasi nie in seiner eigentlichen Funktion benutzt wird. Es ist doch eigentlich total absurd, oder?
Naja, zurück zum Thema. Diese Monster Nummer von einer mir völlig unbekannten Band namens ‘The Automatic’ ist auf jeden Fall eine absolut unterschätzte dazu. Den Zombie Dogs Electro Remix davon hab ich schon ewig nicht mehr gespielt, und das Bootleg mit den Monster Vocals und dem Beat von Paul Woolford’s ‘Erotic Discourse’ wahrscheinlich noch länger nicht mehr. Hat irgendwie seinen Reiz verloren. Oder ich hab einfach diese ‘wir knallen blind nen Electro Beat drunter-Nummer’ satt.
Ich mein, überhaupt nix gegen nen guten Remix- ich hab jahrelang fast nur Remixe gespielt, aber dieses lieblose, das Original mit sinnlosem Geschrädder drumrum zerstörende, mal eben einen Remix machende und auf totalen Fame hoffende Produzieren geht mir so was von derbe auf die Eier.
Deswegen erspar ich Euch jetzt auch beide Remixe. Und das Video ebenfalls, das sieht nämlich aus wie ne Schülerproduktion und schafft es damit tatsächlich den Song abzuwerten. Und das hat er einfach nicht verdient.
The Automatic – Monster
Shock Value Vol.1
Zur Überraschung einiger bin ich ein überzeugter Verfechter von Timbaland’s ‘Shock Value Vol.1′ Album. Das hab ich sogar auf Vinyl daheim. Und das bedeutet schon einiges.
Ich war im Gegensatz zu vielen anderen von diesem damals dauerpresenten Jahr von Timbaland auch nicht genervt. Ich fand einfach alles gut was er zu der Zeit gemacht hat. Vor allem sein außerordentliches Gespür für die Musikszene hat mich sehr beeindruckt.
Das Album höre ich bis heute noch öfters, und wenn dann auch meistens am Stück durch. Trotz der 18 Tracks ist es nämlich deutlich homogener als man denkt. Es hat wenige kleine, kaum merkbare Durchhänger und ist, entgegen der allgemeinen ‘Bauern’-Meinung, wirklich abwechslungsreich.
Especially zwei Songs, die leider oder vielleicht auch zum Glück nicht als Single veröffentlicht wurden, haben sich zu meinen persönlichen Favorites entwickelt. Unglücklicherweise kennt kaum jemand die Beiden und so kann ich meine Freude darüber auch selten bis nie teilen. Das versuche jetzt und hiermit aber mal zu ändern:
Timbaland feat. Fall Out Boy – One and Only
Timbaland – Time
Oh My Gosh
Absolut unterschätzte Kombo. Live der Killer. Ob vor Robbie Williams am Hockenheimring oder bei Rock im Park im Zelt, die wissen wie man man Stimmung macht. Musikalisch großartig und unfassbar vielseitig. Soul Mamas wie man sich Soul Mamas vorstellt. Und Groove, wie ich ihn sonst nur selten live erlebt hab. Da fällt einem sinnbildlich glatt die Kinnlade runter.
Basement Jaxx – Oh My Gosh
Auf Platte kann man sich die zwar nicht so richtig anhören, zumindest nicht auf Dauer, aber da fallen mir spontan noch reichlich andere Beispiele wie Deichkind, The Roots oder Alicia Keys ein, die live einfach deutlich besser sind als in ‘gepresster’ Form.
Roses really smell like poo
Was ein megafetter und ich glaub auch etwas unterschätzter Song damals. Außerdem ist das Video auch aller erste Sahne.
Outkast – Roses
Update
Hier ein kurzes Update:
Die Zeit ist leider grad sehr knapp bemessen, Stress everywhere I go. Daher bitte ich die momentan rare Blogaktivität zu entschuldigen.
Dafür kann ich aber einfach mal behaupten, dass die Zeit gerade trotzdem äußerst sinnvoll genutzt wird, u.a. mit der Planung der nächsten ‘Soundtracks’…
A propos ‘Soundtrack’: Am Wochenende war ja die BRAVO HITS Edition, die zu meiner Überraschung noch mehr geknallt hat als mir das im Vorfeld prognostiziert wurde. Ich war ja ja eher pessimistisch oder besser gesagt begrenzt euphorisch (Berufskrankheit), aber als um 22 Uhr der Laden schon gerammelt voll, wir (leider) sogar schon mehrere Leute deswegen nicht mehr reinlassen konnten und alle den BRAVO HITS Trash ihrer Jugend abfeierten, war mir schon irgendwie klar, dass es heute kein Halten mehr gibt. Und dass wir um die Wiederholung des Mottos in Zukunft auch nicht drum rum kommen werden…
Aber das Letzte was ich will ist mich jetzt beschweren. Vielmehr bin ich sogar etwas stolz und zwar vor allem auf zwei Punkte die man vielleicht öfter mal außer Acht lässt. Erstens haben wir es, auch dank der spontanen Hilfe einiger sehr netter Leute, geschafft mit unser provisorischen Lösung das Lautstärkeproblem mit unseren Nachbarn in den Griff zu bekommen und so den Weg für weitere Veranstaltungen zu ebnen.
Zweitens, und das ist vielleicht sogar noch besser, hatten wir mal wieder keinerlei Probleme was Stress o.ä. unter unserer Gästen betrifft. Die feiern jedes Mal friedlich bis zum Ende durch und das finden wir toll!
Daher an dieser Stelle noch mal ein großes Dankeschön für eine tolle Partyreihe (und das in Esslingen wohlgemerkt
) und ein kleiner musikalischer Motivationsschub für die Woche (natürlich ein Song der BRAVO HITS Compilations und meiner Meinung nach auch ein unterschätzter dazu):
New Radicals – You Get What You Give












