Plattenchecks März 2010
Ich muss zugeben ich war diesen Monat beim Schreiben etwas aggro und so haben die nicht ganz so duften Neuerscheinungen ihr Fett etwas mehr als gewöhnlich wegbekommen. Und das ist höflich ausgedrückt.
Außerdem haben wir eine neue Rubrik eingeführt: den Newsflash. Da gibt’s in kurzen stichpunktartigen Sätzen aktuelles aus der Welt der Musik zu vermelden. Plus subjektive Meinungen natürlich, oder gegebenfalls auch Feststellungen. Zum Besipiel dass Will.I. Am mittlerweile ganz schön nervt!
Mehr kann man gerne nach dem Klick, direkt im SOKO alder oder hier voll 2.0-mäßig im eMag nachlesen.
Gorillaz – Plastic Beach
Release: 05.03.2010
Die Wartezeit hat ein Ende. Endlich. Die Supergroup um Damon Albarn wirft fünf Jahre nach ‚Demon Days‘ und neun nach ihrem Debüt ‚Gorillaz‘ ihr neues, so gespannt erwartetes Album ‚Plastic Beach‘ auf den Markt. Die bereits veröffentlichte erste Single ‚Stylo‘ featuring Mos Def und Bobby Womack mindert dabei allerdings die Hoffnung auf ein weiteres epochales Meisterwerk. Zumindest hat sie das wohl einigen sogenannten Experten vermittelt, die seither gerne mal alles schlecht reden. Meine Meinung dazu ist, dass man den Tag nicht vor dem Abend kritisieren sollte. Die meisten Leute hätten am liebsten ‚Demon Days Pt.2‘ gehabt, so sind sie halt. Die klassische Angst vor Veränderungen eben. Außerdem ist ‚die waren früher viel besser‘ ja eh die Lieblingsphrase der Nation. Jedenfalls derer die so gerne in ‚früher- als MTV noch Musikvideos gespielt hat-Erinnerungen‘ schwelgen, sich heute aber den mittlerweile ausgestrahlten Fake-Reality-Soap-Shit reinziehen. Aber darum geht’s ja eigentlich gar nicht. Ich will damit schlicht und einfach sagen, dass Veränderung nicht automatisch auch immer Verschlechterung bedeuten muss. Die Gorillaz, da lehn ich mich gerne mal aus dem Fenster, werden auch mit ‚Plastic Beach‘ großartig bleiben. Nur anders eben.
(Bewertung: 4 von 5 Sternen)
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Fedde Le Grande – Output
Release: 26.02.2010
Seit Fedde Le Grande mit seinen Welthits ‚Put Your Hands Up For Detroit‘ oder ‚Let Me Think About It’ die Charts und Dancefloors der Welt erobert sind so einige auf ihn aufmerksam geworden. Der smarte Holländer, der übrigens schon seit 2001 fleißig am Produzieren ist, hat mittlerweile auch prominente Fans wie Madonna oder Will.I.Am von den Black Eyed Peas. Wobei letzterer, gefühlt zumindest, schon mit jedem erfolgreichen Künstler aus der Musikbranche ein Bierchen getrunken hat. Jedenfalls führte so viel Prominenz und so viel Erfolg dazu, dass Kontor jetzt Fedde’s erstes Album auf den Markt bringt. In Deutschland wird das eine Doppel-CD sein, mit dreizehn neuen Songs, unter anderem einen mit den Stereo MC’s, und vierzehn alten Hits oder Remixen. Überraschenderweise schreddert ‚Output‘ nicht einfach so durch und wartet tatsächlich mit der ein oder anderen für Fedde’s bisherigen Sound musikalischen Überraschung auf.
(Bewertung: 3 von 5 Sternen)
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Cheryl Cole – 3 Words
Release: 26.02.2010
Sheryl Cole, Casting-Show Gewinnerin, Sängerin und Mitglied bei Girls Aloud, Brit-Award Gewinnerin, X-Factor Jurorin und Popsternchen wandelt jetzt auch auf Solopfaden. Dabei wurde sie von keinem Geringeren als Tausendsassa und Nimmersatt Will.I.Am produziert. Kennen gelernt haben sich die beiden zufällig bei Dreharbeiten zu einer Folge der Girls Aloud Reality Serie. Kurz zusammengefasst: Willy fand Shery dufte, hat sie direkt mal was einsingen lassen und kurze später vorgeschlagen jetzt mal ein Solo-Album für sie zu produzieren. Shery war daraufhin total glücklich und hat sogar selbst ein paar Sachen geschrieben und komponiert. Zusammen haben sie dann ein Pop/R’nB/Dance-Album gezeugt, das zwar gar nicht so schlecht ist, sich von anderen allerdings auch nicht wirklich unterscheiden kann. Kennste einen, kennste alle, wa Willy?
(Bewertung: 3 von 5 Sternen)
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Fettes Brot – Fettes & Brot
Release: 26.02.2010
Orange oder blau? Fettes oder Brot? Ja oder nein? Oder vielleicht doch einfach ‚Jein‘? Fragen über Fragen. Die drei Brote liefern im Jahr 2010 mit ihrer neuen Live-Doppel-Release nämlich weder Fisch noch Fleisch ab. Das Konzept der ganzen Nummer ist ebenso irreführend wie witzig und dennoch schlussendlich irgendwie auch nichtssagend. Der Pressetexter dürfte dabei wohl am meisten Spaß gehabt haben. Schreib was Du willst, muss keinen Sinn ergeben, Hauptsache der Text ist cool. Etwas stressig hingegen war es vermutlich für die Internet-Abteilung. Stichwort virales Marketing und so. Aber wie gesagt, alles sehr witzig aufgezogen, so mit ultimativem Blog-Battle zwischen den zwei Alben. Und um der Verwirrung noch einen oben drauf zu setzen hat man selbige auch jeweils fröhlich mit neuen Tracks, alten in neuen Versionen, Remixen und Raritäten durchgemischt. Ist die Frage ob die Jungs da selber noch durchblicken. Vielleicht haben sie auch deswegen ‚Jein 2010‘ als eine der ersten beiden Singles veröffentlicht. Die Version ist aber auch vierzehn Jahre später und in neuem Gewand einfach noch fett. Da kann man dann ruhig mal von zeitlos sprechen. Das sind die drei sympathischen Hamburger sowieso schon längst und daher kommt man als Fan der Jungs nur sehr schwer um die Entscheidung herum: Fettes oder Brot?
(Bewertung: 4 von 5 Sternen)
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Amy MacDonald – A Curious Thing
Release: 12.03.2010
Eines großes ‚Puh‘ vorweg. Amy MacDonald, die schottische Lady mit der angeborenen rauhen Stimme, der komischen Frisur und der Akustik-Klampfe in der Hand bringt schon wieder ein neues Album raus. Es kommt mir vor als ob erst seit gestern dieses eine Lied, na ihr wisst schon welches ich mein, dieses eine halt, nicht mehr im Radio läuft. Das schlimmste an One-Hit-Wondern ist die Tatsache, dass sie es vor der zweiten Single oder wie im Fall von der süßen Amy vor dem zweiten Album eben noch nicht wissen beziehungsweise wissen können. Vielleicht klappt‘s aber auch wieder, ich meine, mit dieser Weichspüler-Lala-Mucke Platten zu verkaufen und Awards zu gewinnen. Heutzutage absolut possible. Ach, zum Album noch was: Amy spielt jetzt auch Klavier. Puh.
(Bewertung: 2 von 5 Sternen)
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Goldfrapp – Head First
Release: 19.03.2010
„Es klingt wie nichts, was wir bisher gemacht haben, und trotzdem unverkennbar nach uns.“ Nur eines von vielen Zitaten der Band zum neuen Album ‚Head First‘, dennoch würde ich mich gerne genau daran aufhängen. Wie so, so, wirklich so oft sprechen auch Goldfrapp vom ihrem Album so, als ob sie gerade einen völlig neuen, weltbewegenden Sound entdeckt hätten. Wir waren so inspiriert, es passt alles so gut zusammen, wir lieben alles und jeden, aber vor allem uns, bla bla bla. Schlimm! Ganz, ganz schlimm. Und damit meine ich nicht nur diesen popaffinen ‚wir-hassen-Pop-eigentlich–und-unsere-Musik-ist-viel-besser-Sound‘. Ich würde gerne aus dem Zitat am Anfang einfach den Nebensatz rausnehmen, damit hätten wir dann auch gleich mein Fazit: Es klingt wie nichts und trotzdem so unverkennbar nach Goldfrapp.
(Bewertung: 2 von 5 Sternen)
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Online-Tipp: Can You Play That One Song
Web: www.canyouplaythatonesong.com
Dieser äußerst unterhaltsame Blog beschäftigt sich mit beim DJ geäußerten Musikwünschen und anderen witzigen Geschichten, die sich genau so an den DJ Pulten dieser Welt zugetragen haben sollen. Dabei kommen aber auch garantiert nicht nur die eingefleischten Plattenleger des Öfteren mal ins Schmunzeln. Vielleicht erkennt sich sogar der ein oder andere ‚Clubber‘ wieder oder kann zumindest nicht abstreiten mal was ähnlich dummes gebracht zu haben. Selbst erlebte komische Begebenheiten dürfen natürlich auch eingereicht werden.
Am Ende möchte ich die Seite dann noch kurz speziell jenen Leuten empfehlen, die sich zum Beispiel während ‚Ain’t No Mountain High Enough‘ „was Bekannteres“ wünschen. Hier wird sich über Euch lustig gemacht.
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NEWSFLASH
+++ Will.I.Am produziert so viel, dass er höchstens eine Stunde pro Track brauchen kann, gefühlt zumindest +++ Unser Star für Oslo rockt derbe +++ DSDS 2010 hat zur Abwechslung auch mal wieder mehr als ein Talent in den Top Ten +++ Die Scorpions haben sich endlich aufgelöst +++ Lady Gaga sich immer noch nicht +++ Bei den Brit-Awards sahnte sie sogar wieder drei Preise ab +++ Das lang erwartete Crookers Album ist eigentlich eher ne Compilation mehrerer Künstler mit wenig Zeit +++ Warum mastern Franzosen eigentlich Ihre Songs nicht? +++ DJ Ötzi goes around the world und heizt den Leuten mittlerweile schon in der Halbzeit des Superbowls ein +++ Die Gerüchte wurden wahr und Jay-Z spielt tatsächlich dieses Jahr als Headliner bei Rock am Ring und Rock im Park. By the way die einzigen zwei Deutschland Termine auf seiner Tour +++ Außerdem wurden beide Festivals zu ihren Jubiläen (25 und 15 Jahre) um jeweils einen Tag verlängert +++



















