Soundtrack ‘Christmas Edition’ 19.12. REVIEW
Chronologisch und so kurz wie möglich
:
Minus 15 Grad. Hölle. Ab 19 Uhr umbauen und aufbauen. 21 Uhr RAM vom Bahnhof abholen. Mit der S-Bahn zum Gig- ziemlich oldschool
. Die ersten Gäste waren ein alter Freund von mir und seine Arbeitskollegen. Cirka 20 Leute, die auf dem Weihnachtsmarkt ihre Weihnachtsfeier zelebriert hatten. Und das ziemlich feucht-fröhlich. Einige zu feucht-fröhlich. Nerv-Faktor um Halb 10 schon sehr hoch. ‘Hey kannst mal lauter machen’, ‘hey kannst mal was von David Guetta spielen’, etc.
NEIN!
Ein bitterer Moment wenn man eine Ende-Dreißig-Jährige Frau am liebsten Fragen möchte, ob Ihre Mutter Ihr eigentlich keinen Anstand in der Erziehung beigebracht hat. Klassischer Fall von Leuten, die einmal im Jahr bzw. zwei Mal (Fasching!) Alkohol trinken und sich benehmen als ob es kein Morgen mehr gäbe. Da verändert Alkohol nicht das Bewusstsein, sondern die Persönlichkeit. Ich HASSE solche Menschen.
Aber egal, RAM und ich haben das tight an der Bar ausgesessen. Mit Sektchen und nem Haufen Wodka-Shots. Teufelszeug by the way. Ich muss echt langsam mal wegkommen von dem Schnaps-Kram. Die killen einen immer genau dann wenn man eigentlich schon nicht mehr damit rechnet. Aber was soll man machen- wenn der RAM Kurze trinken möchte, möchte er Kurze trinken
Der steckt das weg, als ob er noch 17 wäre. Muss wohl am Marathon laufen liegen…
Gut, unsere Weihnachtsfeiergesellschaft hatten wir also endlich vergrault. Schade um Heiko, weil der ist echt n super Typ, aber der Rest war woanders einfach besser aufgehoben. Wir haben uns dann mal so langsam eingegroovt. War ja auch schon kurz vor elf. Die meisten Leute ließen aber dieses Mal lange auf sich warten.
Ob das jetzt an den Temperaturen lag oder an etwaigen anderen Weihnachts-/Geburtstagsfeiern lässt sich nur mutmaßen. Fakt war jedenfalls, dass es dieses Mal so lange wie noch nie dauerte bis es voll war. Zwar nicht so voll wie letztes Mal, aber dafür hatten die Leute dieses Mal auch Platz zum Tanzen. Und das taten sie auch. Die Stimmung war schnell am Siedepunkt. Die Scheiben richtig schön beschlagen, weil Fenster öffnen is ja nich aufgrund von Nachbarn. Hat eben alles seine Vor-und Nachteile.
RAM und ich hatten bis dahin in Sachen Sektchen und Schnaps noch mal ordentlich nachgelegt und waren nicht minder in Feierlaune wie das mittlerweile (Achtung: subjektive Meinung) fast schon euphorische Partypublikum. Das lag widerum zum großen Teil an RAM’s sehr tightem Sound, was musikalisch zu meinem (Achtung: subjektive Meinung) einfach ne sehr gute Mischung ergab. Die nächsten zweieinhalb Stunden hieß es daher dann nur noch Feuer frei und voll auf die Zwölf. So muss es sein…
…alle hatten Spaß, die Stimmung war selten so ausgelassen gut und der Schnaps floß nach wie vor in Strömen. Ich war gerade dabei die letzte halbe Stunde einzuleiten, weil in Esslingen is Party ja grundsätzlich nur bis drei Uhr angesagt (was echt an sich schon schlimm genug ist). Beim dritten Song stehen auf einmal zwei nette Herren vor mir. Grün-weiße Uniform und urschwäbischer Dialekt.
‘Machet se mal die Musik leiser.’ Oh je, oh je. Jetzt kommen sie schon ne viertel Stunde vorher. Das ist Esslingen, es kann echt nicht wahr sein…
Ich hab zwar mit gefühlten 7000 Promille noch versucht eloquent zu argumentieren, aber ne eingefleischte CDU-Schwaben-Exekutive kann man damit einfach nicht überzeugen. War mir eigentlich auch schon vorher klar, aber man soll die Hoffnung ja nie aufgeben…
Ende vom Lied war, dass der nette Herr Oberwachtmeister meine Personalien aufgenommen hat um sich anschließend wieder um Recht und Ordnung auf Streife zu kümmern. An dieser Stelle übrigens ein großes Dankeschön an einen mir unbekannten Gast, der daraufhin erstmal Schmiere vor der Tür stand und sich dann drum kümmerte, dass die Eingangstür aus Lautstärke-technischen Gründen immer wieder so schnell wie möglich geschlossen wurde- und das alles nur um die Party am Laufen zu halten. Solche Gäste wünscht man sich öfter!
So konnten wir die Zügel noch mal etwas anziehen und die Regler wieder hochfahren, um den Leuten noch ‘Empire State Of Mind’, ‘Esperanto’ und Konsorten mit auf den Heimweg zu geben.
Zum Glück hat der Zwischenfall der Stimmung keinen Abbruch getan. Da wundere ich mich ja immer wieder, aber ich glaube das liegt daran, dass man als Esslinger an derartiges oder zumindest ähnliches Szenerio schon seit Jahren gewöhnt wurde. Traurig, aber vermutlich wahr.
Ich möchte mich am Ende noch mal bei allen bedanken, die da waren und so die Party auch mit zu dem gemacht haben, was sie mittlerweile ist. Als ich vor zwei Jahren damit startete, hab ich nicht dran gedacht, dass es mal so konstant gut wird.
Als ein kleines Dankeschön gibt’s wie versprochen hier unten noch den Mitschnitt des Abends zum Downloaden (zumindest den Großteil), ein paar digitale Impressionen und den obligatorischen Hinweis auf die nächste Auflage im neuen Jahr.
Am 09.01.zwanzigzehn feiern wir wieder im Cafe Maille den dann mittlerweile 10. ‘Soundtrack’ und das in der ‘BRAVO Hits Edition’ – inklusive neuer Lärmschutz-Doppel-Tür-Konstruktion, die ich mir heute mittag beim Frühstück aus dem Brummschädel geleiert hab, damit dann nächstes Mal auch noch unsere Nachbarn und natürlich auch unser Freund und Helfer genauso zufrieden sind wie der Rest vom Fest.
In diesem Sinne…
Download D*Jan Neiro’s ‘WarmUp’Set here
Download Part 1 of RAM’s Set here
Download D*Jan Neiro’s 2nd & Prime aka ‘I was drunk’ Set here





















Dezember 21st, 2009 at 15:28
yeah mann, ich fands really nice. total entspannte leute und so. thanks für die einladung hat super spass gemacht.
Dezember 21st, 2009 at 17:14
haja immer gerne