Gast-Review by Herr Werner: Rock am Ring 2009
Herr Werner goes aerodynamite!
Wie bereits angekündigt war mein Bruder aka Herr Werner während ich beim Rock im Park faul rumhing arbeitenderweise bei Rock am Ring und hat seine Erlebnisse dort für aerodynamite in Textform gebracht. Probs for that! (wie der Spanier sagt)- los geht’s jetzt:
Live from Rock am Ring – Backstage Alterna Stage.
Wenn man beim Ring arbeitet hat das viele Vorteile – man kommt umsonst aufs Festival, wohnt umsonst, kriegt Geld dafür und hat schöne 6 Tage. Zu den Nachteilen komm ich auch noch, keine Angst…
Anreise war also am Mittwoch morgen. 7 Uhr Abfahrt. Großartig. Mit Rock n Roll hat das nicht viel zu tun, aber was solls. Nach endloser Warterei und einem nicht bekommenen aber versprochenen Mittagessen gings ans Truck ausladen. Könnt Ihr Euch vorstellen, was passiert, wenn 40 Leute versuchen, 2 Trucks auszuladen? Genau. Langweilig. Dank einer missglückten Planung haben dann ca. 20 Leute gearbeitet während weitere 20 den restlichen Tag rumgesessen sind. So kann man auch Geld verdienen. Wie dem auch sei. Halb 10 ausgecheckt, ekliges Bitburger getrunken, ins Bett gefallen, schlecht geschlafen. Super.
Cuban Clocks
Ist schon ein paar Jahre alt, aber wie man so schön sagt einfach ‘zeitlos’: die Coverversion vom Buena Vista Social Club aka Rhythms Del Mundo von Coldplay’s ”Clocks’. Das ganze Album war wie der Name schon sagt voll mit bekannten Tracks der ganzen Welt, was vielmehr Kooperationen waren, da so gut wie alle Originalinterpreten die Songs mit den Buena Vistas nochmal auf ‘kubanisch’ aufgenommen haben.
Daher ist das ganze Album ne Empfehlung wert- gerade auch für den Sommer. Aber ‘Clocks’ war und ist nach wie vor irgendwie am herausragendsten:
Rhythms Del Mundo (feat. Chris Martin) – Clocks
Coldplay – Clocks
Electric Avenue
Neues aus der Rubrik covered und wie ich finde auch besser als das Original von Eddy Grant aus dem Jahre 1983:
Eddy Grant – Electric Avenue
Neu interpretiert von Pras, Ky-Mani Marley und wohl auch irgendwie von Wyclef Jean und dem ganzen Refugee Camp. Wie auch immer- der Track ist tight!
Pras & Konsorten – Electric Avenue
When I Grow Up I will be famous
Hab grad ein witziges mash-up entdeckt, dass ich direkt mal posten möchte. Es ist ein Mix von Just Jack’s ‘Starz In Their Eyes’ und ‘Blame It On the Boogie’ (läuft grade auch als Hintergund zu irgendner Handywerbung) – leider aber in der Coverversion von einem sehr jungen Typ namens Jay Kid (son ne Art Aaron Carter in weiß oder auch Jimi Blue Ochsenknecht in amerikanisch- wie man möchte) und nicht von den Jackson 5. Passt aber trotzdem ganz gut. Gemixt hats DJ Morgoth by the way.
Just Jack vs. Jay Kid – Starz On the Boogie (DJ Morgoth Mix)
Als kleine Entschädigung fürs fragwürdige Cover leg ich auch noch das Original von den fünf Jacksons drauf…
Coversongs: Sagi Rei
Nachdem die letzten Tage eher wenig gepostet wurde (die Zeit, die Zeit…was soll ich sagen…) und auch die sonntägliche Rubrik Chillout Songs leider ausfallen musste versuch ich das heute mit einem Coversongs ‘Schbeschel’ über Sagi Rei wieder nachzuholen.
Wem der Name überhaupt nichts sagt: Sagi Rei ist ein in Italien lebender gebürtiger Israeli, der laut seinem Plattenlabel (Kontor!) das stimmlich größte italienische Phänomen seit Eros Ramazotti und Nek ist. Aha! Also er singt…
Und das tut er nicht nur ziemlich gut, er interpretiert dabei auch allseits bekannte Dance Floor Klassiker. Dabei wird er lediglich von einer Gitarre und einer Drumpercussion begleitet. Dabei raus kommen teilweise sehr gute und witzige Coverversionen wie diese hier zum Beispiel:
Sagi Rei – Rhythm Is A Dancer (Snap Cover)
Sagi Rei – Freed From Desire (Gala Cover)
Sagi Rei – For You (Manfred Mann’s Earth Band / Disco Boys Cover)
Sagi Rei – All That She Wants (Ace Of Base Cover)
Sagi Rei – Crying At The Discotheque (Alcazar Cover)
Spun, Zwan & Cameo
Hä? Das fragen sich vielleicht ein paar bei der Überschrift.
Also Spun ist ein Film aus dem Jahre 2001 mit Mickey Rourke, Brittany Murphy und noch ein paar anderen bekannten Gesichtern. Der ganze Streifen ist komplett abgedreht, alle Darsteller sie dauernd auf Drogen und die Handlung macht dementsprechend nicht immer Sinn. Mickey Rourke läuft auch die meiste Zeit in weiß mit weißen Cowboy-Stiefeln und weißem Cowboy-Hut durch die Gegend, verprügelt hier mal jemand und mischt dort mal etwas Meth zusammen. Also kurzum ne ganz geile Nummer eigentlich.
Meine Lieblingsszene ist allerdings die, wo Mickey Rourke’s ‘Assistent’ gerade mit seiner ‘Freundin’ in irgendeinem billigen Motel zugange ist, als er plötzlich telefonisch einen neuen Auftrag erhält, sofort aus dem Zimmer stürmt und seine ans Bett gefesselte Alte halt nicht los macht, sondern ihr -völlig auf Drogen- stattdessen nen Socken in den Mund steckt. Da er aber nicht möchte, dass sich seine nackte, gefesselte und mittlerweile auch stumme Schnalle langweilt während er weg ist schmeißt er kurzerhand noch den CD-Spieler an und knallt dann die Tür hinter sich zu. Die CD fängt dann aber leider an zu springen und hört irgendwie bis zum Ende des Films glaub ich auch nicht mehr auf…
Also falls ich jemals Mitglied einer Mafia-ähnlichen Verbindung werden sollte und Informationen aus jemand rausquetschen muss, werde ich auf diesen Move zurückgreifen. Bei Flo Rida’s Right Round oder Lady Gaga’s Poker Face auf Dauer-Repeat wird jeder irgendwann nachgeben und singen wie ein Kanarienvogel. Und mit Sicherheit würden mir da bis ans Lebensende die Tracks nicht ausgehen. Und nebenbei könnte man es vielleicht auch noch vermarkten- so mit ‘Best-of-Folterhits-Compilations’ zum Beispiel.
Aber jetzt komm ich vom Thema ab…
In Spun kommen jedenfalls auch einige Cameos vor, was wie ich gerade rausgefunden hab nicht nur die Originalinterpreten von ‘Word Up’ also known as the Melodie von Jan Delay’s Türlich Türlich Cover sind, sondern auch ein Begriff aus der Filmbranche ist. Dieser beschreibt einen Kurzauftritt eines bekannten Künstlers, der oft so kurz ist, dass er meistens noch nicht mal im vor- oder Abspann erwähnt ist. Aktuelles Beispiel dafür wäre zum Beispiel das kurze Erscheinen von Linkin Park Sänger Chester im Film Crank 2 (und Crank 1 auch…). Oder wie in dem Fall von Spun der Kurzauftritt von Smashing Pumpkins Sänger Billy Corgan, der auch den Soundtrack zusammenstellte.
Und damit bin ich beim eigentlichen Thema: Coverversionen (Ja etwas lang ausgeholt vielleicht
).
Billy Corgan’s damalige Band Zwan hatte nämlich den Iron Maiden Klassiker ‘Number Of The Beast’ gecovered, akustisch interpretiert und damit auch den Film eröffnet.
Zwan – Number Of The Beast
und hier noch der Vergleich zum Original:
Iron Maiden – Number Of The Beast
Bei Iron Maiden fällt mir noch ein, dass ich diesen jungen Mann namens Blaze Bayley,
seines Zeichens ehemaliger Sänger der Band, mal in meinem damals schon vermüllten und versifften Golf samt seinem Manager zur Kreissparkasse nach Reichenbach gefahren hab. Der Blaze war auch echt nett, im Gegensatz zu seinem Manager, der war irgendwie nicht ganz so gut drauf…
covered!
Diese Coverversion ist besonders groovig und kaum noch im Original zu erkennen…
I N Fused – Paranoid (Seelenluft Remix)
… dieses ist nämlich tatsächlich von den Herren von Black Sabbath aus dem Jahre 1970- also auch noch in Originalbesetzung.
Black Sabbath – Paranoid
Danach gings dann etwas drunter und drüber: Sagenhafte 7 Wechsel im Gesang, 6 am Schlagzeug, 5 am Bass und ein doppeltes Experiment mit Keyboards und das einzige was man von der Band heute noch weiß ist wie Ozzy auf der Bühne ner Fledermaus den Kopf abgebissen hat. Der hatte dann auch noch ne dufte Reality-Show auf MTV, wo der Zuschauer mal live sehen konnte was 30 Jahre Sex, Drugs & Rock’n'Roll so aus nem Menschen machen können. Heute ist die Original Truppe wieder zusammen auf Tour und veröffentlicht auch immer noch “neue” Alben, die irgendwie gar nicht mehr so neu klingen, um es mal höflich auszudrücken. Aber was tut man nicht alles um ne ordentliche Drogensucht zu finanzieren…
Mehr wie als als
Coverversionen sind nicht immer schlecht! Mein erstes Beispiel dafür ist der Track “Courage” aus dem aktuellen Whitest Boy Alive Album ‘Rules’ (das übrigens sehr zu empfehlen ist):
Whitest Boy Alive – Courage
klingt im Refrain sehr ähnlich wie dieser Track hier:
Rockers Hi-Fi – Push Push (M.A.N.D.Y. Remix)













