Ri-Ra-Review
Ich hab gehört Wochenend-Reviews sind voll im Trend. Da mach ich doch glatt mal mit. Aaaaaalso:
Freitag, Hamburg, die Sonne scheint, ‘Jürgen’ ist weitergezogen, die Mütze sitzt. Die Freitagabendplanung verspricht einiges, allerdings stehen vorher noch ein paar Meetings an. Außerdem packen für Samstag, Musik sortieren etc.. Der Zeitplan ist eine Katastrophe. Also erstma alles abarbeiten. Schon 21.30 Uhr. Kurz ma Essen fassen- selbstgemachte Lasagne by Tin Tim. Dann n Kaffee sonst schlaf ich ein. Wollte doch zu den Crookers ins Übel&Gefährlich. Damn it- schon 0.30 Uhr und die Begleitung immer noch nich ready. Jetzt mal kurz realistisch…morgen früh um 9 aufstehen, um 11 zum Zug, dann 5einhalb Stunden nach Stuttgart, Family besuchen etc., abends in die Corso, mit dem RÄM feiern bis zum Umfallen…uiuiuiui…das wird ganz schön happig. Ich glaub ich muss schlafen. Ist zwar nich ganz so Rock’n'Roll, aber davon hab ich morgen glaub ich noch genug- also ab in die Heia und den Crookers Besuch auf unbestimmte Zeit verschieben.
Ein paar Stunden später, Samstag, 9 Uhr, der Wecker klingelt. Oh mann, ich hasse früh aufstehen. Aber die Euphorie trägt mich aus dem Bett. Also duschen, Sachen packen und los geht’s.
Kurz nach Hamburg piepst der InterCityExpress das erste Mal. ‘Liebe Fahrgäste, aufgrund einer Störung müssen wir kurz in Hamburg-Harburg halten und den Fehler überprüfen.’ Tighter Anfang! Ging dann aber nach zehn Minuten weiter und der nette Herr Zugkutscher versicherte uns das alles in Ordnung sei. Kurz nach Kassel, es hatte bereits zwei weitere Male gepiepst, meldete sich die Stimme wieder:, Liebe Fahrgäste, aufgrund eines Defekts an einem unserer Wagons erreichen wir die Höchstgeschwindigkeit nicht mehr und rechnen in Frankfurt mit einer Verspätung von 30 bis 45 Minuten.. Dort werden wir den ICE dann leider wechseln müssen.’
Et läuft, dachte ich mir. Mittlerweile hatte sich neben der niemals lachenden Gothik-Tuse auch ein Vater mit seiner etwa 5-jährigen Tochter, drei Koffern, zwei Taschen und einem 60cm großen Stoffpferd zu mir an den Vierer-Tisch gesellt. Oh mann, ich hasse Kinder! Und die Tatsache, dass ich meine Plattentasche auf dem Boden stellen musste, weil die zu groß für die Gepäckablage an der Decke ist. Bedeutete, dass ich von Kassel ab aus Platzgründen meinen rechten Fuß abknicken musste.
Dann in Frankfurt umsteigen. Da ich erst warten musste bis der Vater mit seiner Tochter, den drei Koffern, zwei Taschen und dem Stoffpferd ausgestiegen waren verließ ich als letzter den Zug. Glücklicherweise stand der Ersatz-Express auf der anderen Seite und ich bekam auch noch einen Platz- ohne den Vater und seiner Tochter. Dafür aber mit einer urschwäbischen Oma und ihrer Enkeltochter, die aus welchen Gründen auch immer bis Stuttgart weinen musste. Oh mann, ich hasse Menschen einfach manchmal!
Ok gut, endlich wieder in heimischen Gefilden angekommen, und von unfassbarer Müdigkeit übermannt, machte ich mich also auf in Richtung Family. Die wollten natürlich ALLES wissen- kann Ihnen aber ja auch keiner vorwerfen. Jedenfalls raste die Zeit und das geplante Schläfchen wurde durch Kopfschmerztabletten und einer Heiß-kalt-Dusche ersetzt.
Dann ab nach Stuggi in einen meiner Favorite-Clubs, der Corso Bar. Und das mit einer gehörigen Portion Lampenfieber. Das konnte ich bis heute noch nicht ablegen- egal ob ich das erste oder das 50ste Mal in einem Club spiele.
Kaum angekommen, luden Kollege RAM und die komplette Corso Belegschaft dann direkt erstma zur ersten Schnapsrunde ein, um zehn Minuten später gleich die zweite anzuschließen. Bei der Dritten waren dann schon mein DASDING Mentor (
) Seb Rock und Blog-und DJ Kollege Grohn (Hamburger Jung und Exil-Stuttgarter) am Start. Letzterer sollte danach noch eine kleine und feucht-fröhliche Stuttgarter Party-Odysee hinlegen, die ihn insgesamt drei Mal wieder zu uns führte…
Seb hingegen beteuerte zu jenem Zeitpunkt noch um eins wieder gehen zu müssen, weil morgen stressig, lernen, Handball spielen und so weiter. Morgens um halb 6 erinnerte ich ihn dann wieder an diese Aussage, woraufhin er nur grinste und sinngemäß meinte, dass man die Feste eben feiern muss wie sie fallen und Sonntags lernen eh sowas von gar kein Rock’n'Roll wäre. Damn Right my friend und Danke auch noch mal für die geliehenen CD Player und die Absegnung der mutig aussehenden Konstuktion (siehe Bild Hintergrund).
RAM groovete uns ein, mit really nice Hip-Hop Tunes und zwei Songs, die ich mir merkte:
M.I.A. – Galang
Stevie Wonder – Signed, Sealed, Deliverd (I’m Yours)
Dann durfte ich. Lampenfieber unermesslich, zumindest gefühlt. Hatte auch wenig bedenken da es jetzt von 105 BPM auf 120 geht und mittelfristig Richtung 128. Aber war alles knorke, extrem knorke sogar. RAM klopfte mir immer wieder auf die Schulter und meinte nur so ‘yeah alder’.Wir wechselten noch zwei Mal und groovten das Ding bis zum Schluss nach Hause. Auf ein gelungenes erstes Blogwart-Treffen wurde sich später beim Gül-Döner geeinigt.
Meine Posse, die unter Androhung von Kündigung der Freundschaft bei Nicht-Erscheinung trotz Gästeliste tatsächlich vollzählig aufschlug (auch wenn Alex’ Erscheinen nur so halb zählte…beziehungsweise eigentlich eher doppelt
), hatte Spaß, die Bar hatte Spaß, die Leute glaub ich auch und ‘D*RAM NEIRO’ sowieso. War alles also durchweg dufte und hat derbe gewuppt.
Danke an alle die da waren, an bekannte und unbekannte Gesichter, diejenigen die man jetzt endlich mal in Natura gesehen hat wie Herr Tobi Tobsen zum Beispiel und nicht zuletzt auch und vor allem an den RAM, der die ganze Idee hatte.
Ich hab mich danach dann übrigens noch dekadent und ziemlich angeheitert von einem netten Taxikutscher nach Hause ins gute alte Esslingen bringen lassen, um ein paar Stunden später schon wieder im Zug nach Hamburg zu sitzen und mich so zu fühlen als ob mich selbiger gestern Nacht überrollt hätte.
Als ich vor der Zugfahrt noch schnell einen Kaffee im Maille (Ort einer vermutlich ähnlich ausgelassenen Feier diesen Samstag) zu mir nahm und über mein Unwohlsein im Kopf und Magen jammerte, meinte ein Freund von mir nur:, Stimmt hey, Du hast es echt schwer, jedes Wochenende Party machen, Alkohol trinken, gute Musik und schöne Frauen. Und damit auch noch Geld verdienen- du hast echt ein scheiß Leben.’
Was soll man dazu sagen…
Was geht aaaaaaaaaaaaaaaaaaab?
Wie die meisten wissen ist unsere Region nicht gerade mit Top-Events gesegnet. Ist eher so ein auf und ab würd ich mal sagen. Clubmäßig sowieso eher ab- außer natürlich man trägt auch generell Ed Hardy Shirts- für diese spezielle Sorte Mensch ist das hiesige Clubleben fast schon das Nonplus-Ultra. Überall gleichgesinnte Tigermusterliebhaber die gerne mal 80 Euro für ihren individuellen Style ausgeben und im Club vorzugsweise ein ‘Bananewoiza’ ordern. Selbige Menschen wünschen sich auch gerne mal Lied Sieben der neuen Big City Beats CD oder einfach mal ne andere Musikrichtung wie z.B. Hip Hop- also Rihanna oder des neue vom ‘Floreida’. Naja man muss immer das Positive sehen- immerhin haben sie sich schon fast alle abgewöhnt mit Sonnenbrille aufzutauchen…
Jedenfalls- zurück zum Thema Top Events- gibt es dieses Wochenende ein paar Sachen auf die ich aufmerksam machen will:
Zuerst wäre da mal der dezente Hinweis, dass “me, myself and I” diesen Freitag gleich auf drei Hochzeiten spielen. Los gehts ab 21 Uhr im Moloko wo es eine bunte Mischung aus dem DJ seine Lieblingssongs auf die Lauscher gibt. Um 0 Uhr gibt’s dann mal schnell ne Clonaktion und wie jeden dritten Freitag auf Samstag im Monat ein einstündiges Gast-Set auf DASDING in Seb Rock’s Radio-Show bevor der gute Herr selber noch mal ne Stunde hinterherschmettert.
In Wirklichkeit steht dieser zu jenem Zeitpunkt aber wahrscheinlich schon in Göppingen neben meinem DJ Pult und groovt sich schon mal auf die noch lange Partynacht ein. Wer sich jetzt fragt wie wir an zwei verschiedenen Orten gleichzeitig sein können, dem sei gesagt, dass wir das wohl irgendwie mental machen. So kann ich jetzt auch schon prophezeien, dass das DASDING-Set wohl dieses mal etwas deeper bis techig aggro ausfallen wird…
After that geht’s weiter in die Jägermeister Hochburg also known as Club Rouge . Dort werden sich bis dahin wahrscheinlich schon Marco Petralia (von dem unter Umständen Lied 7 der letzten Big City Beats CD sein könnte) und die Stafford Brothers im Einstunden-Takt die Platten um die Ohren schmettern…
…letztere kommen aus Australien eingeflogen und haben sich mit ihrem Remix von Arrested Development’s Everyday People schon vor längerer Zeit bei mir ins Bewusstsein und in die CD Tasche gearbeitet:
Arrested Development vs. The Stafford Brothers – People Everyday
Des Weiteren wissen die Jungs auch volle geile Clubs zu rocken wie dieses youtube Video beweist:
Während Herr Rock also weiterhin elektronischen Leckerbissen und hochprozentigen Kaltgetränken fröhnen kann werde ich nebenher meine zwei anderen Kollegen von den Ocean Dive VJz mal an den Live-Visuals ablösen und gespannt mit der Live-Cam in der Hand darauf warten ob jemand vielleicht Wodka-Bull aus seinem Schuh trinken möchte…soll bei Australiern ja nicht so ungewöhnlich sein
…wird auf jeden Fall nice und wahrscheinlich auch wieder ziemlich exzessiv!
Am Samstag dann der Tip für alle die es klein, fein, voll, abgefahren und die ganz Nacht mögen: Mein hochgeschätzter Kollege RAM von KESSEL.TV , der hier demnächst auch die Rubrik DJ Mixes einweihen wird, legt in Stuttgart in der Corso auf. Sind traditionell legendäre Feste. Ab halb 5 kann man sich auch wieder einigermaßen bewegen und der Gül Döner um die Ecke macht auch morgens um 8 noch n leckeren Döner
Wer sich jetzt immer noch nicht ausreichend fürs Wochenende informiert fühlt, schaut am Besten noch beim Kessel Blog rein oder gibt halt wahlweise bei google ‘Ed Hardy Party’ ein.
In diesem Sinne- wir sehen uns “@Party”
aerodynamite Mixes & live
Da sich ‘aerodynamite’ auch wesentlich ums DJ-ing drehen wird und es an dieser Stelle auch regelmäßig DJ Mixes geben soll, sei hiermit direkt der Aufruf gestartet DJ Mixes einzusenden. Das Genre spielt dabei keine bis überhaupt keine Rolle- hauptsache et groovt, wa!?!
Die ersten hauseigenen Mixes gibt’s unterdessen hier zum Downloaden: www.aerodynamite.de
Wer sich darüber hinaus dort auch für den E-Mail Newsletter auf der Startseite einträgt wird womöglich Teil der ersten ‘aerodynamite-Party’, die irgendwann und irgendwo zwischen Göppingen und Stuttgart stattfinden wird.Beides wird allerdings erst kurz vorher per E-Mail bekannt gegeben…
In diesem Sinne rockon, have fun and make babies…oder so
Intro: Ja oder Nein?
Ich hab lange überlegt wie meiner erster Eintrag aussehen soll. Dabei stellte ich mir die Frage ob eine Art ‘Intro’ angebracht sei…
In meinen Anfangszeiten des Auflegens war ich immer ein Freund von Intros- durfte natürlich selber noch keine spielen, weil wenn überhaupt war ich der Warm-Up Hoschi. Später als dann die Möglichkeiten bestanden mal hier und da ein fettes und pompöses Intro zu spielen fand ich es schon wieder eher öde und verzichtete meistens freiwillig. Woran der Sinneswandel lag kann ich nicht genau sagen-wahrscheinlich hatte ich mittlerweile zu viele schlechte Intros von zu vielen schlechten DJs gehört, die meistens auch an Einfallslosigkeit nicht zu überbieten waren.
Der absolute Klassiker im House-Bereich zum Beispiel: ein deepes Accapella mit sowas wie “This is my house and i am the keeper” oder “For The Love Of House, For The Love Of Beats etc.”:
4 The Love Accapella
Die Steigerung davon: personalisierte Accapellas vorzugsweise mit erotischer weiblicher Stimme und so unglaublich kreativen Sätzen wie z.B.: “Ron Davis is entering the building”…
Leider hab ich davon keinen Mitschnitt- aber Ron: wenn Du das liest schick ihn mir doch einfach und ich bau ihn noch nachträglich ein
Der Klassiker auf Mixed Music Partys hingegen…und der erste Anhaltspunkt für ein schlechte Party und/oder einen “SWR Dance Night” DJ:
Pink – Get The Party Started
…oder auch gern mal im Remix mit Rap vom Redman und der Melodie von Eurythmics’ Sweet Dreams: (Das ist so ne universelle Geschichte- mit einem Track schon schon drei verschiedene Musikgeschmäcker und zwei Generationen angesprochen- clever sag ich da nur…)
Pink feat. Redman – Get The Party Started vs. Sweet Dreams Remix
Ich bevorzuge aber nach wie vor einfach einen guten Track. Und davon gibt’s zum Glück so viele, dass sich diese Seite hier regelmäßig damit beschäftigen und füllen wird. Natürlich werden aber auch noch ein paar andere Themen behandelt werden, die unterm Strich alle in die ‘aerodynamite-Philosophie’ (na wenn sich das mal nicht pompös genug anhört
) passen.
Ich wünsche auf diesem Weg natürlich viel Spaß beim Lesen und Kommentieren.
In diesem Sinne
Euer Jan
p.s.: und das hier ist nicht nur der erste gute Track, sondern auch ein mit entscheidender Grund für die Namensgebung dieser Seite:
Daft Punk – aerodynamite










