Original:
Stevie Wonder – Higher Ground
Cover:
Red Hot Chili Peppers – Higher Ground
Beides fett!
…ich hab hier noch mal drüber nachgedacht und bin dann mal in mich gegangen. Auf der Suche nach meiner subjektiven Wahrheit bin ich zu folgendem Ergebnis gekommen (berücksichtigt sind hierbei Alben die meinen Musikgeschmack entscheidend geprägt haben in den letzten zehn Jahren):
1. Daft Punk – Discovery (2001)
-> weil dieses Album die elektronische Musik maßgeblich geprägt hat und unerreicht bleiben wird.
2. Gorillaz – Demon Days (2005)
-> Warum? Hier auf kessel.tv nachzulesen.
3. Beatsteaks – Smack Smash (2004)
-> weil die Beatsteaks noch besser sind als ihr kommerzieller Erfolg vorgibt.
4. Red Hot Chili Peppers – Californication *1999*
-> Ja, knapp vorbei ist auch daneben. Aber ich hätte auch die zwei 2000er Alben ‘By The Way’ und ‘Stadium Arcadium’ nennen können- die Chili Peppers liefern fast immer einzigartige Gesamtwerke ab.
5. Jay-Z & Linkin Park – Collision Course (2004)
-> Ich liebe Linkin Park seit dem ersten Song ‘One Step Closer’, Jay-Z hab ich im Laufe der Jahre lieben gelernt. Die Kooperation war schlicht und einfach genial.
6. Coldplay – A Rush Of Blood To The Head (2002)
-> Oh Coldplay, oh Coldplay…was soll man sagen? Wer es langsam und traurig mag muss Coldplay fast schon gut finden. Das Album für mich ein absoluter Meilenstein, inklusive der Songzeile ‘I’m gonna buy a gun and start a war’…
7. Timbaland – Shock Value Vol.1 (2007)
-> Viele stoßen hier auf Unverständniss. Ich fand Shock Value Vol.1 von A-Z herausragend. Von Nina Simone’s ‘Sinnerman’ Sample im Opener über die ausgekoppelten Hits bis hin zu Songs wie ‘Time’, ‘Throw It Away’ oder ‘One and Only’, die allesamt nicht als Single veröffentlicht wurden, war Timbaland’s Gespür für Musik und die damalige Musikszene einfach beeindruckend.
8. Asher Roth – Asleep In The Bread Aisle (2009)
-> Für mich das Album 2009 und eine erfrischende Bereicherung für die Hip Hop Szene. Soundcheck des kompletten Albums hier.
9. Lupe Fiasco – Food & Liquor (2006)
-> Lupe hat mir mit diesem Album Hip Hop nicht nur ans, sondern ins Herz gelegt. Klingt vielleicht kitschig trifft es aber ziemlich genau. -> Lupe Fiasco in der ‘wongly unknown’-Rubrik
10. Felix Da Housecat – The Kittenz & The Glitz (2001)
-> Tja, die Hauskatze ist ein zwiegespaltenes Thema. Das Album von Anfang der 2000er fand ich großartig und war eines der ersten die ich mir aus dem elektronischen Bereich tagelang in die Gehörgange jagte. Heute macht er leider grausam schlechte Musik und legt auch grausam schlechte Musik auf- weit weg vom damaligen Spirit..
Einer meiner absoluten Lieblingstracks ever: ‘Can’t Stop’ von den Red Hot Chili Peppers.
Red Hot Chili Peppers – Can’t Stop
Der ist jetzt zwar nicht ganz unbekannt, weil er z.B. auch als Electro Remix von Tim Le El aka Tim Royko unter dem Namen ‘Rise’ vor ein bis zwei Jahren regelmäßig durch die Clubs ging, aber er ist auf jeden Fall zu unbekannt- vor allem das Original!
Ich weiß noch wie ich den Track das erste mal hörte. Es war 2002 und ich hatte mir grade die neue Platte ‘By The Way’ gekauft, wo dieser Song mittendrin als Track 7 mehr oder weniger aus dem nichts auftauchte und sofort herausstach. Ich hatte das spontane Bedürfnis zu tanzen (was sich für Leute die mich kennen jetzt sehr sehr strange anhören muss)- aber ich hab es einfach getan- ich habe stundenlang zu diesem Song getanzt!
Damals war die Tatsache, dass ich später mal auflegen sollte, eher unrealistisch wenn nicht sogar im Bereich des Unmöglichen. Auch kannte quasi niemand den Song außer ich. Als ich dann 2005 anfing mit den ersten Mixversuchen hatte ich immer im das Ziel im Hinterkopf diesen Song irgendwann mal vor großem Publikum zu spielen- und alle rasten aus und spacken genauso wie ich dazu ab.
Dann kam so ungefähr 2006 der Mix von Tim Le El raus- den ich mir damals noch im Record Express in Stuttgart (R.I.P.) auf Platte kaufte und mich wie Bolle darüber freute. Der schräddert zwar ganz schon elektro-lastig daher, aber scheiß drauf- das Gitarrenriff ist drin. Das mit dem Mixen wurde mittlerweile auch so langsam, also konnte ich den Track auch schön immer spielen. Die Leute wussten zwar nie so richtig von wem das Original ist und es interessierte sie auch nicht wirklich, aber egal- hauptsache ich konnte ihn endlich spielen.
Tim Le El – Rise
Aber irgendwie war es noch nicht ganz die Erfüllung meiner Vorstellungen- denn ich wollte das Original spielen. Aber irgendwas hinderte mich immer dran- Party zu lahm, Leute zu uncool, zu langsam für die andere Mucke oder ganz oft zu unsicher zum Mixen. Die Nummer hat halt auch grad mal 30 bpm weniger als der andere Scheiß den ich sonst so spiele. Und damit sich das dann nicht total scheiß anhört muss man schon irgendwie mehr drauf haben als so n poppeligen 128 bpm an nen anderen anzupassen
Dann- vor ein paar Wochen- bekam ich das neue ‘Nite Club Mixtape’ (Partyreihe in Göppingen wers nicht weiß) in die Hand. Gemixt von DJ Reg. Und bei Lied 22 traf es mich. Can’t Stop von den Chili Peppers- im Original. Oder zumindest fast. Wie ich dann nämlich rausgefunden hab war das ein sogenannter ‘Transition Mix’. Die dienen hauptsächlich dazu schwer zu mixende Tracks in das selbe oder in eine anderes Genre mit schön zu mixenden bpm Zahlen zu bringen. Also der Track fängt z.B. bei 128 an- dann kommt ein Break mit lustigen Effekten und ähnlichem um zum Original überzugehen und dann das ganze noch mal umgekehrt, so dass man wieder schön bei 128 bpm ist und weiter spielen kann ohne dass was passiert wäre.
Ob das jetzt generell so cool ist, da würden mir bestimmt ein paar Leute vehement widersprechen, aber ich finds absolut knorke. Endlich kommen mehr Originalparts von geilen Tracks in die Clubs – sofern der DJ nicht lieber die sehr oft sehr schlechten Remixe und dauernde Remakes, die z.B. in den Beatport Charts ganz oben stehen, weiter spielen möchte…aber das ist ein anderes Thema!
Ich freu mich auf jeden Fall und spiele in Zukunft wahrscheinlich so gut wie immer das Original- zumindest fast
Red Hot Chili Peppers – Can’t Stop (DJ Katch Transition Mix)
Hier wie versprochen eine kleine Review von der ‘Discomiezen’ Party mit DJ REG und mir vergangenen Freitag im Suxul in Ingolstadt:
Wer meint Ingolstadt hat außer Audi und nen (jetzt) Drittligisten nichts zu bieten hat sehr weit gefehlt. Die Ingolstädter können nämlich auch sehr gut Party machen- wie diese Bilder beweisen (auch sehr zu beachten die Emotionen des Typs im roten Shirt mit Mütze
):
Genauso sah das ungefähr 5 Stunden aus- geiler Scheiß sag ich Euch!
Ich hatte auch das komplette Set vom Reg und mir mitgeschnitten und war fest gewillt dieses in seiner Ganzheit (und aufgrund seiner Grandiosität
) hier zu posten. Allerdings ist mir jetzt beim durchhören aufgefallen, dass unsere freiwilligen MCs die Crowd quasi durchgehend motiviert haben. Live hat das sicherlich der Stimmung gut getan. Beim Anhören im Nachhinein nervt es aber schon sehr schnell gewaltig. Daher verzichte ich (wirklich leider) doch drauf…
Nichts desto trotz muss festgehalten werden: Party cool, Mucke cool, MCs cool, Leute cool, Club cool und wir sowieso
Als kleinen Beweis hab ich hier noch ein knapp sechs Minuten Video, dass aufgrund der schlechten Lichtverhältnisse zwar kein Augenschmaus ist, dafür aber die stimmung ganz gut einfängt. Außerdem ‘dropped’ der gute REG währenddessen erst zweimal die Red Hot Chilli Peppers- erst mit ‘Otherside’ und dann mit ‘Can’t Stop’- danach Papa Roach’s ‘Last Resort’ und zum Schluss dann noch Deichkind’s ‘Remmi Demmi’ in gewohnt pervers perfektem Mix…