Plattenchecks Februar 2011
Da ich es letzten Monat etwas verschwitzt habe, diesen Monat der Besserungsbeweis: Überpünktliche Plattenchecks.
Mit dabei auch die neue Platte von Lena, deren Song für Deutschland ab heute in drei Shows (31.1. & 07.02. auf ProSieben und das Finale am 18.02. in der ARD) gewählt werden kann. Die insgesamt zwölf Songs, die zur Auswahl stehen, sind gleichzeitig- welch Überraschung- auch das neue Album ‘Good News’. Kurz nach der VÖ geht Lena dann noch auf große Tour, um auch absolut für Düsseldorf und die Titelverteidigung gewappnet zu sein.
Dass Raab in Sachen Songcontest auch mal wieder drei eigene Tracks (‘What Happened To Me’, ‘Mama Told Me’ & ‘That Again’) reingibt, sorgt für wenig Überraschung. Dass er entgegen seinen Ankündigungen das Album aber doch komplett selbst produziert hat allerdings schon.
Denn trotz der bunten Mischung an Songschreibern- Aloe Blacc (‘At All’), Viktoria Hansen aus Dänemark (‘Teenage Girls’), der Elektro-Popsängerin Nicole Morier aus den U.S.A. (‘Taken By A Stranger’), der Großnichte von Judy Garland Audra Mae (‘A Good Day’ & ‘Good News’), der Hannoveraner Peppermint Jam Clique um Mousse T. Partner Erroll Rennalls und Bluespopper Stavros Ioannou (‘A Million And One’), dem Nordiren Johnny McDaid (‘I Like You’) sowie der Elektro-Folk-Popper Daniel Schaub aka Jack Beauregard und Indie-Jazzer Pär Lammers (‘Push Forward’ & ‘Maybe’)- Raabs Note im Arrangieren der Songs kommt doch ziemlich deutlich durch und schafft so- um es mal vorsichtig auszudrücken- relativ wenig Abwechslung oder Ausbrüche.
Oder um es auf den Punkt zu bringen, oftmals verlieren die Songs an Spannung, da es weder Steigerungen noch Höhepunkte gibt. Da muss man wohl mal abwarten ob die Heavytones live noch was rauskitzeln können. Ansonsten sieht es für die Titelverteidigung, so gut ich die Idee nach wie vor finde, eher schwierig aus. Sage ich jetzt einfach mal.
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Lena – Good News
08.02.11
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Itchy Poopzkid – Lights Out London
25.02.11
Dir Itchys holen zum großen Wurf aus. Mit ‚Lights Out London‘ zeigen Sibbi, Panzer und Saikov noch mal eine musikalische Steigerung. Konstant sehr gute Songs, alles ein Stück rauer, mehr auf den Punkt und nicht mehr ganz so verspielt. Die Itchys fahren hier eine deutlich klarere Linie, die allerdings keinen richtigen Überhit zu bieten hat. Was für die Fans absolut kredibil sein dürfte und die mittlerweile auch schon relativ beachtliche Base weiter ausbauen kann, muss sich aber vermutlich vor ganz neuen Hörern noch beweisen. Eine Prüfung die nicht wirklich einfach werden wird. Reinhören ist an dieser Stelle aber durchaus zu empfehlen, Meinung bilden wie immer eigene Sache.
(3 von 5 Sternen)
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The Streets – Computer and Blues
18.02.11
Sehr lange musste man warten. Jetzt endlich veröffentlichen Mike Skinner &Co. ihr neues Album ‚Computers and Blues‘, was nicht nur das fünfte, sondern zeitgleich auch das letzte Studiowerk sein wird. Man sei älter geworden und will nicht noch mit vierzig auf Bühnen stehen und Sturm-und-Drang-Parolen rappen. Daher steht der Albumname sinnbildlich für die Ausrichtung der Platte, futuristisch und dennoch klassisch The Streets. Da ‚Computers and Blues‘ auch schon einige Zeit final im Kasten ist, sind die letzten Monate auch fast alle Songs mal durch Netz kursiert. Hier wird Vorhören also leicht gemacht. Wer allerdings bisher mit The Streets gar nichts anfangen konnte, wird vermutlich auch jetzt nicht mehr überzeugt werden. Alle anderen können berechtigterweise ihre Huldigung an die Band zeigen und bekommen dafür noch mal eine astreine Platte, an der sie noch lange ihre Freude haben werden.
(4 von 5 Sternen)
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Roxette – Charm School
11.02.11
Man spricht ja gerne mal vom Comeback des Jahres und wirft geradezu mit Superlativen um sich. Bei Roxette kann eben jenes aber auch mal mit Berechtigung tun. Diese Band hat die 90er maßgeblich geprägt und mit mindestens fünfzehn Hits eine Art Dauerpräsens im Radio abonniert gehabt. ‚Charm School‘ ist das hochgelobte und wahrhafte Comeback einer Band, die sich immer treu geblieben ist. Und auch wenn Fronfrau Marie nach ihrem Hirntumor immer noch nicht ganz genesen wirkt, was sich auf dem Album so auswirkt, dass Per außergewöhnlich viel singt, merkt man sofort eine unbändige Power. Fehlende Hits werden mit einzigartigem Charme und grundsolidem Handwerk wettgemacht. Hallo Radio, Roxette ist zurück!
(3 von 5 Sternen)
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Avril Lavigne – Goodbye Lullaby
07.03.11
Das Phänomen Avril Lavigne. Seit Jahren ein unlösbares Rätsel, was ihren Erfolg angeht. Selten einen Künstler gesehen, der wirklich nie erwachsen wird. Von der Pseudo-Punk-Pop-Tussi zur Pseudo-Pop-Punk-Tussi und zurück. Immer die selbe Rotze, nur die Farbe ändert sich manchmal. Gesanglich naja, textlich immer noch 17 Jahre alt und sonst…ähm…nix. Einfach nichts. Ausdruckslos. Hier reicht es noch nicht mal für süß. Warum kauft irgendjemand Avril Lavigne Platten? Es schmiert sich ja auch niemand freiwillig Scheiße in die Ohren. Dieser Drops ist wirklich schon viel zu lange ausgelutscht. Geschmack ist definitiv was anderes.
(1 von 5 Sternen)
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Wavemusic 16 (Compilation)
bereits erschienen
Dieser Sampler ist zwar auf den ersten Blick mit 39,90 Euro kein wirkliches Schnäppchen, dafür aber auf den zweiten ein wahres Schmuckstück. 28 Songs auf zwei CDs, die einen direkt ins Träumen geraten lassen. Locker und cool. Sonne, Strand, Meer und Cocktails im Straßencafe. Urban Beats treffen rhythmische Gelassenheit. Bis dato noch nie gehörte Künstler gehen sofort ins Ohr und sorgen auf Anhieb für gute Laune. Musikalische Bewusstseinserweiterung, die auf zauberhafte Art inszeniert wird. Die Zusammenstellung gleicht einer Symbiose, egal ob Jazz, Soul, Swing oder ein elektronischer Klang zwischendrin, es passt einfach. Es harmoniert und entführt einen gedanklich an einen schöneren Ort, während der Körper automatisch anfängt mitzuwippen. Die einzige Frage, die sich einem am Schluss vielleicht noch stellt ist, ob man die 28 Songs einzeln nicht irgendwie billiger erwerben kann. Das muss aber jeder mit sich selber ausmachen. Wavemusic 16 bleibt an sich eine Empfehlung mehr als nur wert.
(4 von 5 Sternen)
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Online: www.getrightmusic.com
Hip Hop Hochburg im Internet: Get right music. Der Inhalt ist relativ schnell zusammengefasst. Neue Singles und Mixtapes aus der großen weiten Welt des internationalen Hip Hops, Schwerpunkt U.S.A.. Jeden Tag neues Zeug. Man kann schwer noch mehr up2date sein. Die Mixtapes gibt es zudem fast alle im Rahmen des ‚promotional use‘ for free runterzuladen. Mehr als feine Sache und perfekte Seite für alle Freunde des gesprochenen Wortes. Oder anders gesagt: Getrightmusic.com – wo Rap noch Rap ist.
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