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Der X-Faktor

September 13, 2011 Von: DJN Kategorie: * music music music *, ~stuff Kommentare deaktiviert

Thema: X-Factor

Casting-Shows. Ich bin abhängig. Zumindest schaue ich immer wieder rein. Suggeriert mir irgendwie am Puls der Zeit zu sein. Außerdem schaue ich eigentlich alles was mit Musik im Fernsehen zu tun hat. Ist eben mein Ding. Was soll ich noch mehr sagen?

Letztes Jahr habe ich da auch schon mal was zur ersten ‘X-Factor’-Staffel in Deutschland geschrieben. Wollte mich damit insgeheim für einen Juroren-Posten bewerben, hat aber nicht ganz geklappt. Jetzt sitzt ‘Das Bo’ in der Jury. Auch okay. Ich mag den irgendwie. Denn trotz den teilweise sehr absurden Geschichten, die man sonst von ihm hört, machte er auf mich immer einen recht sympathischen Eindruck. Das nicht zuletzt auch, weil er, in meiner Zeit in Hamburg, ähnlich viel Kaffee in Straßencafes auf der Schanze zu sich nahm wie ich. Vorteile von Künstlern, Selbstständigen und Arbeitslosen.

Hintergrund dieser neuen Jury-Besetzung war sicherlich das ganze Format ein bisschen mehr in jüngere Richtung zu schieben. Und, wenn wir ehrlich sind, dürfte Das Bo auch nicht so teuer sein. Vielleicht bekommt er aber trotzdem mehr als Till Brönner, besonders kamerageile Menschen machen’s nämlich für ziemlich wenig, habe ich mir aus Insiderkreisen sagen lassen.

Gott, ich hasse Till Brönner! Er alleine wäre ein Grund dafür, dass ich sonntag Nachts weiterzappe. Aber ich habe Schlafstörungen. Und es kommt nichts Besseres als die zwei Wiederholungen der vergangenen Woche. Also beschäftige ich mich, während Till Brönner dummes Zeug labert, mit der Frage, wann Sarah Connor endlich wirft. Und damit was einen dazu treibt was mit Marc Terenzi anzufangen. Bei beidem bin ich allerdings völlig ratlos.

Die Sendung dümpelt so vor sich hin. Ich frage mich jetzt, ob sich dieser Moderator, der die Angehörigen der Kandidaten interviewt und dessen Namen ich schon wieder vergessen habe, eigentlich schon geoutet hat. Kurz möchte ich es googlen, aber dann wird mir klar, dass es mich überhaupt nicht interessiert.

Dass die Show eigentlich ein Gesangswettbewerb sein soll, wird einem, bei objektiver Betrachtung, unterdessen nicht so richtig klar. Keine Mega-Talente. Nur ein paar mehr oder minder verrückte Typen. Hier geht’s eindeutig mehr um Storytelling, als um irgendwas anderes.
Bei den peinlichen Teilnehmern schalte ich weg. Ich kann’s mir einfach nicht mehr ansehen und hören. Das Thema ist langsam wirklich durch, der F(remdscham)-Faktor definitiv zu hoch und meine Lebenszeit dafür einfach zu schade.

Nur kurze Zeit später hänge ich allerdings schon wieder auf VOX und muss mir daraufhin endgültig eingestehen, dass auch ich nur ein Opfer einer Marktanteile-Strategie bin. Ich überlege, ob es sich lohnt, darüber zu schreiben und welche Worte am ehesten meine Abneigung gegenüber Till Brönner ausdrücken können. Ich notiere: Unsympathisch pseudo-intellektuell, am Thema vorbei bewertend, dabei unwitzig, und vor allem unehrlich. Letzteres deswegen, weil ich einfach seinen Playback-Auftritt in der Show im letzten Jahr nicht aus dem Kopf bekomme.

Sicherlich ist es so, dass er live nicht gut, oder gar nicht singen kann, aber dann nehme ich auch einfach keine Songs mit Gesang auf. Schuster bleib bei deinen Leisten, Trompeter bleib bei deinem Geblase. Alles besser als die heiße Luft, die hier unkontrolliert in den Orbit gejagt wird.

Weiterführend komme ich zu der Theorie, dass er weiß, dass er leider nur was kann, das der etwas älteren Hausfrau feuchte Träume beschert, ihm seine insgeheimen Träume von jungen und wilden Groupies allerdings nicht erfüllen kann. Das ist alles so unauthentisch gekünstelt, dass mir fast ein bisschen schlecht wird.

Denken wir da mal an letztes Jahr. Da hat er eine Kandidatin, die alles hat, was eine musikalische Erfolgsgeschichte heutzutage braucht: Edita Abdieski hatte eine Killer-Stimme, Charme, Ausstrahlung, eine Tellerwäscher-Geschichte und war süß zugleich. X-Faktor Jackpot. Eigentlich.
Aber was passiert? Till Brönner “coacht”, und irgendwelche Halbprofis schreiben ihr ein völlig uninspiriert langweiliges Album. Und da wundert man sich, warum man damit keine Platten verkauft. Faszinierend.
Das ist so ein bisschen als ob man sich für viel Geld einen Lotterieschein kauft und dann die Zahlen eins bis sechs ankreuzt. Aber egal, ist einfach viel zu müßig, das hier weiter auszuführen, und außerdem ein ganz anderes Thema.

Bos Outfits entwickeln sich derweil zu dem Interessantesten an der ganzen Sendung. Das einzige was mich sonst noch unterhält, ist das Gesicht von Sarah Connor, wenn sie versucht nachdenklich analytisch rüberzukommen. Das Gesicht hat sie bestimmt nicht gemacht, als Marc Terenzi ihr das erste Mal vorgestellt wurde. Und vermutlich hat ihr damals jemand wie Till Brönner gesagt, “he is a really big rockstar!”

Bei dem Gedanken habe ich jetzt endgültig meinen Faden verloren. Zum Glück haben die ihn auch nicht, sonst würde ich mir vielleicht noch dümmer und ratloser vorkommen jetzt. Ich muss mich sammeln. Ich suche einen griffigen Vergleich.

Casting-Shows sind wie die nächste Liebe: Man sucht den einen, findet aber nur einen anderen.

Die Kunst ist trotzdem etwas daraus zu machen. Vorher muss einem aber erstmal klar werden:

Stop fakin’ the funk!

Edita Abdieski – Rolling In The Deep (Acoustic Cover)

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xoxo

The Hoosiers New Album Trailer

April 01, 2011 Von: DJN Kategorie: * music music music *, ~cinema & tv, ~fun Noch keine Kommentare →

Apropos Aprilscherz: Sehr gute Album Promo.

The Hossiers win X-Factor

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Der X-Factor

September 22, 2010 Von: DJN Kategorie: * music music music *, ~cinema & tv 1 Kommentar →

Ich hoffe ich habe den X-Factor… = was ein abgefuckter Satz!

Ja, ich schaue schon wieder Casting-Shows. Ich kann einfach nicht damit aufhören. Außer vielleicht die Kandidaten haben so viel wenig Talent wie in der aktuellen Popstars-Staffel. Also da hat bestimmt niemand den X-Faktor…außer vielleicht Marta Jandova, die ist immer noch ein bisschen süß. Aber ich komme vom Thema ab. Und außerdem habe ich kein Bock mehr mich in ausformulierten Texten auszudrücken. Ist voll 2000late und so gar nicht laser stelle ich in letzter Zeit immer häufiger fest, wenn ich so durchs Netz dahin gleite.

Heutzutage muss alles schnell gehen. Kurz und knackig. Computersprache eben. Hat schon meine leicht bescheuerte Kunstlehrerin früher in der Schule immer prophezeit. Die Sprache wird volle Kanne zu Grunde gehen. Aber ich komme schon wieder vom Thema ab.

Der X-Factor. Jetzt auch endlich in Deutschland. Auf Vox aka RTL 3. Mit dabei eine Top-Jury- what else?
Till Brönner, bläst hauptberuflich wohl irgendein Instrument, bin spontan einfach mal zu faul das investigativ zu recherchieren. Musikalisch gehört habe ich jedenfalls noch nie was von ihm.
Dann: George Glueck, in Klammern steht immer ‘Erfolgsproduzent’, aber bei wem steht das eigentlich nicht?
Und zu guter Letzt: Meine Lieblingstrulla, Sarah Connor, über die habe ich mich in der Geschichte dieser Seite quasi noch nie positiv geäußert. Zu meinem eigenen Entsetzen bauen sich da aber langsam Sympathien auf. So ein bisschen zumindest. Irgendwie. Ich kann es gar nicht erklären. Will ich aber auch nicht.

Dazu führt natürlich auch ein hoffnungvoller Nachwuchsmoderator durchs Programm. Der sieht wiederum schlicht und einfach aus wie JEDER ANDERE hoffnungsvolle Nachwuchsmoderator. Mal ernsthaft: Selbe Frisur, selber Stil, selber Style. Immer derselbe Markus Lanz und Marco Schreyl Typus. Da kann man, finde ich, auch guten Gewissens mal anmerken, dass hier dem Moderator einfach der gewisse X-Faktor fehlt.

Dabei fällt mir ein, spitzen Idee: Eine Casting-Show für Moderatoren. Hat bestimmt Potential! Und wenn es uns schon nicht erspart bleibt, bringt es eventuell mal ein bisschen Abwechslung rein.

Aber weiter zum Thema. Ich hab also da irgendwann die Wochen mal so durchgezappt und bin bei ein paar Kandidaten hängen geblieben, weil echtes Talent und so. Heute war dann die erste Live-Show. 9 Kandidaten (von anfänglich 8 Trilliarden), jeweils drei pro Jury-Mitglied ausgesucht und gecoacht. So grob umrissen war das mal so das Konzept, für all diejenigen, die wirklich gar nichts damit anfangen können, aber trotzdem noch nicht aufgehört haben das hier zu lesen. Ganz nette Idee fande ich soweit. Führt natürlich dazu, dass die Top-Juroren demenstprechend pateiisch sind und dazwischen versuchen auch ab und zu mal was einigermaßen objektives zu sagen. Das endet aber, mal wieder, weitestgehend in üblichem Gequatsche, wie man es schon seit zehn Jahren in Casting-Shows zu hören bekommt.

Ich wünsche mir dahingehend mehr WAHRHEIT! Ich finde Leuten, die sich heute noch in die Öffentlichkeit begeben um berühmt zu werden, kann man ruhig mal sagen, dass sie (gegebenenfalls) zu schlecht oder scheiße sind. Das wäre echt voll mein Traumjob. Naja gut, das vielleicht nicht ganz, aber zumindest hätte ich große Freude daran den Damen und Herren mal meine ehrlich Meinung zu sagen. Hab da voll den X-Faktor dafür.

Da man es als weltberühmter Mode Musikblogger aber noch nicht so einfach in die Jury einer im deutschen Fernsehen ausgestrahlten Casting-Show schafft, habe ich kurzerhand beschlossen mein Statement derweil hier abzulassen. Das ist nämlich meine Show! Gleichzeitig ist das dann auch so eine Art Bewerbung, falls mal wieder irgendwo irgendjemand freiwillig aus so ner Top-Jury aussteigt. Für eine entsprechende Gage und bestimmte Vertragsdetails wäre ich nämlich durchaus bereit meine überdimensionale Hackfresse Seele an ein mir passendes Format zu verhökern und selbiges mit nichts als der Wahrheit und vielleicht auch noch der ein oder anderen ehrlich vergossenen Träne zu füttern. Word!

In diesem Sinne, here we go:

(weiterlesen …)

Herr Werners Rockzipfel Pt. 1

Dezember 23, 2009 Von: DJN Kategorie: * music music music *, Herr Werners Rockzipfel Noch keine Kommentare →

Willkommen in einer neuen Rubrik. Und herzlich willkommen neuer und erster unregelmäßiger Gastschreiberling: the great ‘Herr Werner’ aka ‘Schacklihn’ aka mein Bruder.

herrwerner

Hey ho, let’s go…

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Christmas Rock

Uns allen, denen Musik als Grundnahrungsmittel dient, geht jedes Jahr zu Weihnachten der Hut hoch, wenn uns wieder Last Christmas oder Feliz Navidad durch alle Sender und Radios verfolgt und wir George Michael schnulziges Wintermärchen Video sehen müssen.

Den Engländern geht es da offensichtlich ähnlich. Seit Jahren gibt es dort eine Castingshow mit dem Namen X-Factor, die passend zu Weihnachten eine ‚Heile Welt‘ Ballade an die Spitze der englischen Charts prügelt. Um dem entgegen zu wirken hat ein Engländer die Macht der neuen Medien genutzt und eine Facebook Gruppe gegründet, die dazu aufgerufen hat, den guten alten Gassenhauer von Rage against the Machine ‚Killing in the Name‘ runterzuladen und so den diesjährigen Casting Gewinner Joe McElderry zu verdrängen.

Die Gruppe hat inzwischen über eine Million Mitglieder und suchte den Song aufgrund der Zeile : ‚Fuck you I won’t do what you tell me‘ aus.

Nachdem diesen Samstag die offiziellen Charts bekannt gegeben wurden standen RATM mit 500.000 Downloads gegenüber 450.000 Von McElderry als Sieger fest und eroberten Platz eins der englischen Single Charts. Der Christmas Song (übrigens ein Miley Cyrus Cover !!!!!!) ist übrigens wie RATM von Sony Music veröffentlicht. Witzig.

Die Band ist begeistert von der Aktion (wen wunderts) und belohnt England im Sommer mit einem Gratis Konzert in London und spendet darüberhinaus alle Einnahmen für Obdachlose. Wer RATM noch kennt weiß, dass diese Aktion natürlich Wasser auf die Mühlen ihres Gesellschaftskritik Metals ist. So äußern sie sich jedenfalls bei BBC, nachzulesen hier.

Im Zuge ihres Erfolgs zeigen sie sich übrigens überraschend humorvoll und haben Mc Elderry als Host für das Konzert eingeladen. Der hingegen zeigt sich als großer Verlierer, indem er die Kampagne würdigte und folgendes sagte: ‘It’s been exciting to be part of a much-hyped battle and they definitely deserve congratulations.’

Damit hat er ja alles gesagt. Jetzt sind wir dran!

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